"Bauer sucht Frau": Der Liebes-Traum von Martina und Erwin ist zerplatzt

"Bauer sucht Frau"-Traum zerplatzte: Erwin war "zu nett"

21. Jan. 2023 · Lesedauer 3 min

Zwei Monate hielt die Liebe zwischen Bergbauer Erwin und Martina aus Oberösterreich. Beim Wiedersehen weint die enttäuschte Hofdame und lobt Erwin trotzdem über den grünen Klee. Er ist ein toller Mann, jede Frau könnte sich glücklich schätzen, ihn zu haben, sagt sie. Aber was ist dann passiert?

Während die meisten Bauern beim großen Zusammentreffen in Tirol feiern und der Alkohol in Strömen fließt, fließen bei Martina aus Oberösterreich Tränen. Mit Erwin, dem bedächtigen Bergbauern aus Tirol, war ein Happy End programmiert, hätte man glauben können. Die anderen Hofdamen sagten ab, auf 1.700 Metern Seehöhe knisterte es gewaltig. "Für mich ist das der Jackpot", meinte Martina damals und plante, ihr Haus zu verkaufen, um zu Erwin zu ziehen. Nach der ersten gemeinsamen Nacht schwebten beide auf Wolke sieben. 

Es habe "saugut ausg'schaut" nach der Hofwoche, erinnert sich Erwin beim Gespräch mit Arabella Kiesbauer. Martina blieb, auch nachdem die ATV-Kameras abzogen. Aber die große Liebe hielt nur zwei Monate. Irgendwann kam der Punkt, an dem Erwin auffiel: "Es funktioniert trotzdem nicht richtig." 

"Es war eine schöne Zeit, es ist immer noch eine schöne Zeit", sagt Hofdame Martina vor ihrer Aussprache mit Bauer Erwin. Konfrontiert mit den glücklichen Szenen ihres Liebessommers am Berg, rennt Martina schluchzend hinaus. Aber was ist eigentlich zwischen den beiden vorgefallen? 

3.000 Kilometer in zwei Monaten

Was genau der Knackpunkt war, können sich beide nicht erklären. Ein großes Hindernis ist die Entfernung. Zwischen Martinas Haus in Oberösterreich und Erwins Hof liegen fünf anstrengende Autostunden. "Ich bin 3.000 Kilometer gefahren in den zwei Monaten", erinnert sich Marina, "und dann waren wir zu viel und zu lang beinand'." 

"Er ist zu ruhig und zu nett"

"Ich brauch einen Starken", meint Martina, denn sie selbst sei es nicht. Erwin sei "ein Lieber und er tät' alles für seine Frau. Man kann sich glücklich schätzen, wenn man so einen Mann kriegt." Aber für sie sei das nicht das Richtige. Sie will jemanden, der ihr auch Paroli bietet. "Er ist zu ruhig und zu nett."

"Hab zu wenig für sie gekämpft"

"Bin ich ein bisschen Schuld oder ist es von ihr ausgegangen", fragt Erwin im Nachhinein ratlos. Er sieht ein, für Martina war die Lage schwieriger als für ihn, sie musste alles hinter sich lassen. "Wahrscheinlich hab ich zu wenig für sie gekämpft", gibt der Tiroler Bergbauer zu. "Ich versteh sie ja." 

Irgendwann wurde der Oberösterreicherin klar: "Ich lass das alles zurück für Gefühle, die nicht 100 Prozent sind. Und ich brauch halt 100 Prozent. Für 80 Prozent zieh ich nicht um." Vielleicht sei sie dafür zu alt, sinniert die 37-Jährige, oder sie habe einfach schon zu viel erlebt, um das zu riskieren. 

"Damit muss ich leben"

"Für mich ist noch eine gute Freundschaft da", sagt Erwin, "aber ich denk' nicht, dass wir nochmal zsamkommen". Manchmal, zweifelt Martina an ihrer Entscheidung, hält sie sich im Nachhinein für einen Trottel, dass sie sich nicht doch für Erwin entschieden hat: "Ich mag den Erwin, aber ich hab's für mich so entschieden und damit muss ich jetzt auch leben."

"Bauer sucht Frau" mittwochs um 20.15 Uhr auf ATV und im Stream zum immer wieder Nachschauen bei "ZAPPN". 

Marianne LamplQuelle: Redaktion / lam