APA/GEORG HOCHMUTH

Streit um Benko-Stiftung: Signa-Millionen eingefroren

In der Causa rund um die zerbröckelnde Signa hat ein Gericht auf der britischen Kanalinsel Guernsey Berichten zufolge 25 Millionen Euro eingefroren. Der Anwalt von René Benko dementiert.

In der Causa rund um Signa-Gründer René Benko gibt es einen neuen Rechtsstreit: 25 Millionen Euro hat ein Gericht auf der britischen Kanalinsel Guernsey der "Kronen Zeitung" und "News" zufolge eingefroren. 

Es soll sich dabei um den Verkaufspreis der Luxusjacht Roma gehandelt haben, die einer Tochterfirma der Laura Privatstiftung (benannt nach Benkos Tochter) gehört hat.

Die Luxusjacht soll an den Eigentümer der Le-Creuset-Gruppe, Paul van Zuydam, verkauft worden sein. Laut einem Gerichtsdokument aus Guernsey dürfe man bis zur weiteren Anordnung des Gerichts in keiner Weise über den Verkaufserlös verfügen - und zwar weltweit.

Diese Anordnung dürfte auf ein internationales Schiedsverfahren zurückgehen, in dem der arabische Staatsfonds Mubadala rund 700 Mio. Euro von der Signa-Gruppe beziehungsweise deren Gründer Benko fordert.

Benko-Anwalt: "Juristisch gesehen gar nichts"

Der Anwalt von René Benko, Norbert Wess, erklärte nun, die Order sei unter Eingabe falscher Informationen seitens Mubadala und ohne jede Anhörung seitens der Laura Privatstiftung erlassen worden.

Sie habe keine Bedeutung: "Die ist juristisch gesehen gar nichts, weil sie außerhalb dieses Landes - und zwar weltweit - nicht anerkannt ist/wird, weil es eben auch keine Anhörung der Gegenseite etc. gibt", sagte Wess zur APA.

Gegenüber dem "Kurier" legte Wess nach: Die Laura Privatstiftung habe auf Guernsey kein Vermögen und kein Konto. "Dass Geld eingefroren ist, ist tausendprozentig falsch. Es ist kein Euro eingefroren“, erklärte Benkos Anwalt. „Die Anordnung ist weltweit nicht anerkannt und kann nirgends angewendet werden.“

Video: René Benko in Innsbruck vor Gericht

ribbon Zusammenfassung
  • In der Causa rund um die zerbröckelnde Signa hat ein Gericht auf der britischen Kanalinsel Guernsey 25 Millionen Euro eingefroren.
  • Unrechtmäßig, wie es von René Benkos Anwalt heißt.