Vierte Corona-Impfung: Wer sich boostern sollte

09. Aug. 2022 · Lesedauer 2 min

Wissen Sie, ob sie sich eine vierte Corona-Impfung holen sollen und wenn ja, wann hierfür der beste Zeitpunkt wäre? PULS 24 hat mit dem unabhängigen Impfstoffexperten Otfried Kistner darüber gesprochen. Im Interview klärt er darüber auf.

Aktuell herrscht viel Verwirrung darüber, wann der beste Zeitpunkt für eine erneute Corona-Impfung ist. Die Bundesregierung fährt hier im Moment auch keine großangelegte Informationskampagne.

Risikogruppen 

PULS 24 hat mit dem unabhängigen Impfstoffexperten Otfried Kistner über dieses Thema gesprochen. Für Kistner lasse sich die Frage, wer sich nun zum zweiten Mal boostern soll "recht einfach" erklären. Risikogruppen "ab zwölf Jahren aufwärts" sowie Menschen ab 60 oder 65 Jahren sollten sich die "zweite Booster-Impfung holen". Für den Experten sollte dies "frühestens vier bis sechs Monate nach der dritten Corona-Impfung" geschehen.

Kistner selbst würde den Zeitraum nach sechs Monaten präferieren. So könne man "dem Immunsystem ein bisschen abstand lassen, dass es (Anm.: die Impfung) mehr reifen kann". Bei den Risikogruppen sei hier allerdings immer der behandelnde Arzt oder die behandelnde Ärztin die richtige Ansprechperson. Diese würde die vorhergegangene Krankheitsgeschichte besser kennen und wissen, wann sich eine Auffrischungsimpfung am besten eignen würde.

Ab zwölf Jahren empfohlen 

Auf die Frage, ob es eine großflächigere Impfung für alle Personen außerhalb der Risikogruppen brauchen würde, zeigt sich der Impfstoff-Experte zweifelnd. Diese Frage sei für ihn "sehr schwer zu entscheiden". Kistner bevorzuge allerdings eher das Setzen auf Freiwilligkeit.

Der Experte selbst betont, dass die Booster-Impfung für alle Personen ab zwölf Jahren empfohlen ist und man sich diese auch holen sollte. Als junge und gesunde Person sollte man hier allerdings auch sechs Monate warten.

In der Angelegenheit habe man zwei Möglichkeiten, so der Experte. Entweder man würde sich impfen lassen und hoffen, dass man dadurch "vor einer Infektion mit Omikron geschützt" ist, oder man könne sagen, dass man das Risiko eingehen will und man sich "lieber die Infraktion" als eine Art Auffrischungsimpfung holen möchte. Kistner sieht hier eine individuelle Entscheidung. Jeder, der sich mit einer Impfung schützen möchte, sollte auch hierfür die Möglichkeiten bekommen.

Quelle: Agenturen / Redaktion / foj