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Mögliches Aus für CBD-Shops durch neue EU-Gesetze

12. Nov 2020 · Lesedauer 2 min

Geschäfte, die Produkte mit dem nicht berauschenden Cannabis-Bestandteil CBD verkaufen, erfreuten sich in den vergangenen Jahren wachsender Beliebtheit.

CBD-Shops haben in den vergangenen Jahren einen regelrechten Boom erlebt. Der Inhaltsstoff CBD (Cannabidiol) wird aus der Cannabispflanze gewonnen, wirkt aber nicht berauschend und fällt daher nicht unter das Suchtmittelgesetz. Zumindest bis jetzt nicht. Denn wenn es nach der EU-Kommission geht, könnte sich das bald ändern.

Die EU könnte CBD bald als Suchtmittel einstufen, berichtet das "Ö1-Morgenjournal". Die Kommission beruft sich dabei auf ein Regelwerk der Vereinten Nationen aus dem Jahr 1961. Demnach sind Wirkstoffe, die aus Cannabis gewonnen werden, als Suchtstoffe einzuordnen - unabhängig davon, wie hoch der Gehalt von CBD oder dem berauschenden THC ist.

300 CBD-Shops bangen um Existenz

Würde diese Richtlinie umgesetzt, stünden die rund 300 CBD-Shops und ein Großteil der 500 dazugehörigen Betriebe in Österreich mit einem Schlag vor dem Aus, warnt Martina Friedl von der Plattform "Zukunft Hanf Österreich". Widersprüchlich findet sie, dass synthetisch hergestelltes CBD, das nicht aus einer Pflanze gewonnen wird, kein Problem für die EU sei, sagte im Gespräch mit Ö1.

Die österreichische Apothekenkammer möchte CBD als Arznei einstufen lassen, denn dem Wirkstoff werden entkrampfende und entzündungshemmende Wirkung nachgesagt. Die AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) teilt allerdings mit, dass es für diese Wirkung bisher zuwenig Daten gibt.

Quelle: Redaktion / hos