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Nach Corona-Quarantäne: FPÖ-Chef Kickl klagt über "Hater" und nahm kein Ivermectin

30. Nov. 2021 · Lesedauer 2 min

Mit einer Pressekonferenz hat sich FPÖ-Chef Herbert Kickl aus der Quarantäne nach seiner Corona-Infektion zurückgemeldet. Er beklagte sich über "Hater" im Internet und gestand ein, kein Ivermectin eingenommen zu haben.

"Ich bin wieder da" - mit diesen Worten meldete sich FPÖ-Obmann Herbert Kickl aus seiner Corona-Quarantäne zurück. Er hat sich nach einem positiven Corona-Test in Isolation begeben.

Zunächst beklagte sich der FPÖ-Chef - der selbst verbal oft wenig zimperlich ist - ausführlich über "Hater" in sozialen Medien, die ihm einen schweren Verlauf gewünscht hätten. Auch sah er sich und die FPÖ in einem Interview von Bundeskanzler Alexander Schallenberg (ÖVP) mit einer italienischen Zeitung zu Unrecht zum Sündenbock für das verpatzte Pandemie-Management der Regierung gemacht.

Kickl nahm kein Ivermectin

Nach seinen Ausführungen wurde Kickl von Journalisten gefragt, ob er während seiner Corona-Erkrankung auch das fälschlicherweise als Corona-Heilmittel angepriesene Entwurmungsmittel Ivermectin eingenommen habe. Kickl selbst hatte das verschreibungspflichtige Medikament in früheren Pressekonferenzen noch öffentlich angepriesen.

Kickl reagierte zunächst wiederholt ausweichend und beklagte abermals Anfeindungen durch Medien. Schließlich sagte er, er habe sich zu Beginn seiner Infektion "mit einem Arsenal von Medikamenten" eingedeckt. Den Namen Ivermectin nahm er dabei nicht in den Mund. Er habe die Medikamente - darunter auch "hochkonzentrierte Vitamine" - aber nicht benötigt, da er nur einen sehr milden Verlauf ohne Fieber gehabt habe, sagte Kickl schließlich.

Giftiges Entwurmungsmittel ohne Heilwirkung

In Österreich hat es in den vergangenen Wochen mehrere Fälle von Vergiftungen mit Ivermectin und in der Folge auch Todesfälle gegeben. Das Entwurmungsmittel wird von Impfgegnern als Corona-Heilmittel angepriesen. Das rezeptpflichtige Medikament hat jedoch keinerlei Wirkung bei Corona-Erkrankungen und kann zu lebensgefährlichen Vergiftungen führen.

Die österreichische Apothekenkammer sagte jüngst gegenüber PULS 24, man gebe das Mittel nur in Rücksprache mit dem verschreibenden Arzt aus. Der Zoll gab am Wochenende bekannt, dass das Medikament in den vergangenen Monaten in hohem Maße geschmuggelt werde.

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Stephan HoferQuelle: Redaktion / hos