APA/APA/HANS PUNZ/HANS PUNZ

Alle gegen Mückstein, aber der hält an Corona-Maßnahmen fest

25. Jan. 2022 · Lesedauer 2 min

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) lehnt Lockerungen der Corona-Maßnahmen zumindest vorerst ab. Beim Besuch eines Primärversorgungszentrums in Wien betonte Mücksten aber, dass die Maßnahmen nur so lange aufrecht bleiben sollen, "so lange es epidemiologisch notwendig ist". Und das werde laufend kontrolliert.

Angesichts der Impfpflicht mit Anfang Februar war von Seiten der Wirtschaft und der Opposition der Ruf nach Lockerungen laut geworden. So hatte zuletzt nicht nur die FPÖ ein Ende des Lockdowns für Ungeimpfte gefordert, sondern auch die NEOS.

Mehr dazu

In der SPÖ hatten sich der stellvertretende Klubchef Jörg Leichtfried und der burgenländische Landeshauptmann Hans Peter Doskozil in diese Richtung geäußert. Auch die Forderung nach Abschaffung der Sperrstunde mit 22 Uhr wurde von Oppositionsseite laut. Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser forderte am Dienstag so bald wie möglich eine Konferenz aus GECKO-Kommission und Bundesländern.

Aus Tirol kritisierte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) die Sperrstunde um 22 Uhr. Es sei zu hinterfragen, ob diese "epidemiologisch sinnvoll" sei, da man wisse, dass danach privat weitergefeiert werde. Beim Ungeimpften-Lockdown sieht er "Handlungsbedarf", die Entscheidung liege aber bei Regierung und Gecko. Platters Stellvertreterin Ingrid Felipe (Grüne) wiederum sprach sich dafür aus abzuwarten, bis die "Omikron-Welle wirklich gebrochen ist".

Unterschiedliche Forderungen aus Handel und Gastro

Und von Seiten der Wirtschaft drängt vor allem der Handel auf ein Ende der 2G-Kontrollen in den Geschäften. Auch der Sprecher der Nachtgastronomen, Stefan Ratzenberger, wünscht sich im PULS 24 Interview ein baldiges Ende der Beschränkungen wie etwa der Sperrstunde.

Mehr dazu

Konzertveranstalter Ewald Tatar fordert im PULS 24 Interview hingegen ein Ende der FFP2-Maskenpflicht.

Mückstein erklärte dazu am Dienstag vor Journalisten, man schaue regelmäßig, ob die Maßnahmen noch notwendig seien. Die Experten würden täglich beraten. Gleichzeitig verwies der Minister aber darauf, dass man noch mitten in der Omikron-Welle sei und die Infektionszahlen sehr hoch seien.

Auch am Contact Tracing will Mückstein nicht rütteln, obwohl es in einigen Bundesländern de facto nicht mehr funktioniert. Es sei zwar angesichts der Zahlen eine große Herausforderung, aber es sei wichtig, um die Infektionsketten zu durchbrechen, betonte der Minister. Er gestand zu, dass zwei bis drei Bundesländer Probleme hätten, der Rest schaffe es aber sehr gut. Zuletzt hatte Oberösterreich angekündigt, das Contact Tracing einzustellen und nur mehr infizierte Personen in Quarantäne zu schicken.

Quelle: Agenturen