Lindemanns "Verhöhnung von Opfern" in Wien

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Beim ersten Rammstein-Konzert im Wiener Ernst-Happel-Stadion am Mittwoch dichtete Sänger Till Lindemann einmal mehr eine Textzeile um. Offenbar eine Anspielung auf die Vorwürfe aus Österreich.

Am Montag berichtete der ORF über eine anonyme Österreicherin, die schwere Vorwürfe gegen Till Lindemann erhebt. Sie sei vom Rammstein-Sänger mit dem Gesicht nach unten aufs Bett gedrückt worden. Er habe ihren Rock hochgeschoben und sie so heftig geschlagen, dass die Handabdrücke danach auf ihrem Gesäß zu sehen gewesen seien. Zustimmung der Betroffenen soll es dafür keine gegeben haben. Im Gegenteil: "Bitte hör auf", soll sie laut eigenen Angaben gerufen haben.

Die Anwälte von Lindemann nahmen auf Anfrage des ORF nicht konkret Stellung, wiesen die Vorwürfe aber als falsch zurück.

Lindemann selbst hingegen nahm in gewisser Weise Stellung. Beim ersten Wien-Konzert am Mittwoch sang er beim Song "Ausländer" statt "Ja, mein Sprachschatz ist nicht schlecht" die Zeile "Ja, mein Po-Klatsch ist nicht schlecht" - Videos, die mittlerweile kursieren, zeigen, dass er sich dabei selbst auf den Hintern schlug.

Für User in den sozialen Medien eine "pure Verhöhnung der Opfer".

Es war nicht das erste Mal, dass Lindemann die Texte umdichtete. In Berlin sang er beispielsweise beim Song "Angst" statt "Alle haben Angst vorm schwarzen Mann" die Zeile "Alle haben Angst vor Lindemann". Beim Song "Ohne dich" wiederum änderte er die Zeile "Und die Vögel singen nicht mehr" in "Und die Sänger vögeln nicht mehr".

"Sind enttäuscht von den Veranstaltern"

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ribbon Zusammenfassung
  • Beim ersten Rammstein-Konzert im Wiener Ernst-Happel-Stadion am Mittwoch dichtete Sänger Till Lindemann einmal mehr eine Textzeile um.
  • Offenbar eine Anspielung auf die Vorwürfe aus Österreich.

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