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Eisig und kalt

Achtung: Gelbe Glatteiswarnung für Teile Österreichs

Heute, 10:58 · Lesedauer 3 min

Die Geosphere Austria hat für heute, Montag, Mittag bis Dienstag eine gelbe Glatteiswarnung für weite Teile Österreichs ausgegeben.

Durch die auftretende Glätte besteht eine erhöhte Unfallgefahr, lokal kann es zu Beeinträchtigungen im Straßenverkehr kommen. 

Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer sollten ihre Fahrzeuge auf Wintertauglichkeit überprüfen und die Fahrgeschwindigkeit den aktuellen Verhältnissen anpassen.

Vorsicht geboten

Von Westen erreicht eine Warmfront Österreich. Zunächst schneit es bis in tiefe Lagen, mit zunehmender Milderung in der Höhe geht der Schnee allmählich in gefrierenden Regen über. Dabei ist auf den kalten Fahrbahnen mit Straßenglätte zu rechnen.

Gelb ist die zweite Stufe der vierteiligen Warnstufenskala der Geosphere. Es bedeutet Vorsicht, es sind jedoch nur vereinzelt wetterbedingte Beeinträchtigungen und/oder Schäden zu erwarten.

Video: Schneechaos in Europa: Sturmtief bringt eisige Kälte

Kälte-Rekordwert gemessen

Zuvor wurde in der Nacht auf Montag in Österreich der tiefste Wert des bisherigen Winters gemessen: Frostige minus 29 Grad registrierten die Messgeräte der Station Liebenau-Gugu in 845 Metern Seehöhe in Oberösterreich. An zweiter Stelle folgte Schwarzau im Freiwald im Bezirk Gmünd in Niederösterreich mit minus 28,4 Grad auf 788 Metern.

Auf Platz drei reihte sich der Auswertung von Geosphere zufolge Zell am See (Salzburg) mit minus 21,6 Grad ein. Vergleichsweise mild war es in Wien. Hier wurden in der Inneren Stadt minus 5,1 Grad gemessen - dies entsprach dem Platz 279 in der Auswertung.

Extreme Kälte vorerst vorbei

Mit der extremen Kälte sollte es aber vorbei sein: Noch am Montag zieht eine Warmfront von Westen her über Österreich hinweg. 

In der Wochenmitte steigt die Temperatur in sonnigen Gebieten bereits auf bis zu zehn Grad. Besonders im Osten und im Donauraum bleibt es durch hartnäckigen Nebel aber noch kühler.

Große Lawinengefahr im westlichen Tirol

Mit den steigenden Temperaturen und den zuletzt gefallenen Neuschneemengen erhöht sich im Gebirge die Lawinengefahr. Vor allem im westlichen Tirol ist bei Skitouren und sonstigen Aktivitäten jenseits der Waldgrenze Vorsicht geboten. 

Große Gefahr - die Gefahrenstufe vier auf der fünfstufigen Lawinenwarnskala - galt am Montag für die Verwallgruppe, die östliche Silvretta, den Großteil der Lechtaler Alpen und Teile der Allgäuer Alpen.

Speziell in diesen Gebieten liegt der Neu- und Triebschnee verbreitet auf einer schwachen Altschneedecke. Die Triebschneeansammlungen sind schlecht miteinander und mit dem Altschnee verbunden, wodurch Lawinen sehr leicht ausgelöst werden können. 

Skitourengeher sollten daher auf Wummgeräusche und Risse beim Betreten der Schneedecke achten - eindeutige Alarmzeichen, die auf eine sehr schlechte Schneedeckenstabilität hinweisen.

Die Gefahrenlage bleibt in den kommenden Tagen kritisch. Besonders gilt das weiterhin für den äußersten Westen Tirols. Als erheblich wird die Lawinengefahr aber in weiten Teilen des Landes - im Samnaun, im Kaunergrat, in der Weißkugelgruppe, im Sellrain, im Karwendel, in den Tuxer Alpen und in den nordwestlichen Zillertaler Alpen - eingestuft.

Zusammenfassung
  • Die Geosphere Austria hat für heute, Montagmittag bis Dienstag, eine gelbe Glatteiswarnung für weite Teile Österreichs ausgegeben.
  • Durch eine von Westen kommende Warmfront fällt zunächst Schnee bis in tiefe Lagen, der mit zunehmender Erwärmung in gefrierenden Regen übergeht und auf kalten Fahrbahnen zu Glätte führt.
  • Die gelbe Warnstufe (2 von 4) signalisiert erhöhte Unfallgefahr, wobei Verkehrsteilnehmer ihre Fahrzeuge auf Wintertauglichkeit prüfen und die Fahrweise anpassen sollten.