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ARBÖ-Empfehlung

Glatteis auf Straßen - Das sollten Autofahrer beachten

09. Jan. 2026 · Lesedauer 3 min

Der Winter hat aktuell Österreich fest im Griff. Die sehr winterlichen Bedingungen können regional zu glatten Fahrbahnen führen. Der Auto-, Motor- und Radfahrerbund Österreichs (ARBÖ) hält daher wichtige Tipps für Autofahrer:innen bereit.

In vielen Teilen Österreichs wird Neuschnee erwartet. Manche Verkehrsteilnehmer unterschätzen die Gefahren des Winters, wie zum Beispiel die verlängerten Anhaltewege bei nasser oder glatter Fahrbahn.

Eisschichten, die sich unter der Schneeschicht bilden, sind für Autofahrer:innen kaum ersichtlich und können große Gefahren bergen. Um gut durch die chaotischen Fahrverhältnisse der kalten Jahreszeit zu kommen, ist es laut ARBÖ wichtig, seine Fahrweise an die erschwerten Bedingungen anzupassen.

Das empfiehlt der ARBÖ bei winterlichen Fahrverhältnissen

  • Geschwindigkeit reduzieren und den Sicherheitsabstand vergrößern: Als Richtwert gilt 30 % bei nasser Fahrbahn, 50 % bei Schneefahrbahn und sogar 70 % weniger Tempo bei Eisfahrbahn. Wichtig ist auch den Abstand zu anderen Verkehrsteilnehmer:innen zu erhöhen, um die nötigen Reserven zu haben.
  • Sanftes Fahren: Hektische Lenkbewegungen, abruptes Bremsen und zu starkes Beschleunigen sollten vermieden werden. Sanftes und vorausschauendes Fahren helfen, die Rutschgefahr zu minimieren.
  • Richtig reagieren, wenn das Auto rutscht: Sollten alle Vorsichtsmaßnahmen versagen und das Auto ins Schleudern oder Schieben geraten, Kupplung (falls vorhanden) durchdrücken und voll auf die Bremse und in die gewünschte Richtung lenken

Winterreifenpflicht beachten

Laut ARBÖ-Aussendung ist die richtige Ausrüstung bei winterlichen Fahrverhältnissen besonders wichtig. Stichwort: Winterreifen! Als Winterreifen dürfen nur solche verwendet werden, die folgenden Kennzeichnungen aufweisen: M+S, M.S., M&S, M/S oder das Schneeflockensymbol (3PMSF-Symbol). 

Ebenfalls zulässig sind Ganzjahresreifen, die diese Markierung aufweisen. Weiterhin ist zu beachten, dass die Reifen bis zum Ende der Winterreifensaison über eine Mindestprofiltiefe von 4 mm verfügen, dies ist per Gesetz vorgeschrieben (Diagonalreifen Mindestprofiltiefe 5 mm). 

"Bei Nichteinhaltung der situativen Winterreifenpflicht drohen Strafen von bis zu 10.000 Euro. Zu erwarten sind in so einem Fall auch Probleme mit der Versicherung, wenn es bei winterlichen Fahrverhältnissen zu einem Unfall kommt und das Fahrzeug nicht mit entsprechender Bereifung unterwegs war", wird ARBÖ-Rechtsexperte Johann Kopinits in der Aussendung zitiert. In rechtlicher Hinsicht sollte auch auf saubere Kennzeichen geachtet werden. 

Der Schmutz von Salzfahrbahnen, sowie Neuschnee führen schnell dazu, dass diese unleserlich werden. Im Regelfall beträgt die Strafe um die 70 Euro, im Extremfall sieht das Kraftfahrergesetz sogar Strafen bis zu 10.000 Euro vor.

Falls unsicher: Fahrsicherheitstrainings können helfen

Wer sich auf winterliche Fahrverhältnisse nicht gut vorbereitet fühlt, kann an Fahrsicherheitstrainings teilnehmen, die unter anderem der ARBÖ anbietet.

Dabei können gezielt Grenzbereiche des eignen Kfz getestet und erlernt werden. Im Zuge des Fahrsicherheits-Trainings werden entsprechende Abwehrhandlungen vermittelt und trainiert, die in akuten Situationen einen Unfall verhindern bzw. die Unfallfolgen vermindern können.

Video: Schnee und Kälte: –28 Grad in Österreich

Zusammenfassung
  • Der Winter hat aktuell Österreich fest im Griff. Die sehr winterlichen Bedingungen können regional zu glatten Fahrbahnen führen.
  • Der Auto-, Motor- und Radfahrerbund Österreichs (ARBÖ) hält daher wichtige Tipps für Autofahrer:innen bereit.