Erstimpfung im Burgenland: "Normalerweise bin ich Impfgegner"

04. Nov 2021 · Lesedauer 2 min

Am Donnerstag wurde das Landhaus Eisenstadt zur Impfstraße. Das Angebot nahmen viele Burgenländer wahr. Einer der Erstimpflinge rechnete im PULS 24 Interview dabei mit der Politik ab.

Das Burgenland ist derzeit das österreichische Musterland in Sachen Impfung. Mit 81 Prozent hat das Bundesland die höchste Durchimpfungsrate. Im Zuge der Impflotterie konnten über 10.000 zusätzliche Stiche erreicht werden. Am Donnerstag lud das Land im Rahmen eines Impftages in das Landhaus Eisenstadt. Mehrere Hundert Personen nahmen das Angebot wahr, sich ihre Erst-,Zweit- oder Drittimpfung zu holen. 

Darunter auch ein Mann, der sich seinen ersten Stich abholte, da er sich aus gesundheitlichen Gründen bisher nicht impfen lassen konnte. Im Interview mit PULS 24 holte er zum Rundumschlag aus und rechnete mit der Politik ab.

"Jetzt gemma impfen"

Im Interview stellte der Mann klar, dass er eigentlich ein Impfgegner ist. Jedoch scheint die zunehmende Verschärfung der Maßnahmen ihn zur Impfung bewegt zu haben. "Jetzt wird mir das Ganze zu dumm. Überall hängt man, überall wird man angefahren (...) Da habe ich gesagt: Jetzt gemma impfen", schildert er seine Beweggründe. Die Impflotterie habe bei seiner Entscheidung keine Rolle gespielt. "Ich gehe nur impfen aus dem einen Grund. Damit ich endlich meine Ruhe habe und mich um nichts mehr kümmern muss."

"Ich habe das Vertrauen verloren"

Nicht zufrieden zeigte sich der Mann auch mit der Aufklärung von politischer Seite. So habe Angst vor der Impfung keine Rolle bei seiner Entscheidung gespielt. Er sieht das Problem ganz klar bei schlechten Informationskampagne. "Die Politiker haben da einen riesengroßen Fehler gemacht, dass sie einfach da irgendetwas dahergeredet haben, was dann nicht gestimmt hat", sagt er gegenüber PULS 24 Chronik-Chefreporterin Magdalena Punz.

Die Durchimpfungsrate in Österreich sei seiner Ansicht nach so niedrig, weil "bei uns zu viel geredet wurde von Leuten, die nichts verstehen". Auch sei deren einziges Motiv möglichst viel Geld zu verdienen, unterstellt der Interviewte den handelnden Personen.

Quelle: Redaktion / apb