APA - Austria Presse Agentur

Corona: Kultur-Shutdown und Sport-Pause

31. Okt 2020 · Lesedauer 2 min

Besonders hart getroffen von den neuen Corona-Maßnahmen ist der Kunst- und Kulturbereich. Dieser muss den Betrieb einstellen. Hobbysportler müssen pausieren. Glimpflich davon gekommen ist der Spitzensport.

Die neuen Corona-Maßnahmen der Regierung, die ab kommenden Dienstag, dem 2. November bis zum 30. November gelten, treffen den Kunst- und Kulturbereich sehr hart.

Veranstaltungen jeglicher Art sind untersagt. Ausnahmen gelten nur für Proben und künstlerische Darbietungen ohne Publikum, die zu beruflichen Zwecken erfolgen. Staatsopern-Direktor Bogdan Roscic kündigte bereits an, dass sein Haus weiter proben wird.

Außerdem sind alle Kontaktsportarten untersagt. Sportstätten sind für Hobbysportler geschlossen. Spitzensportler und ihre Trainer dürfen Sportstätten betreten, trainieren und an internationalen Wettbewerben teilnehmen.

Alle Maßnahmen im Detail finden Sie hier.

Ausnahme Spitzensport 

Spitzensportler dürfen den Trainings- und Wettkampfbetrieb fortführen. Allerdings sind im Freien und in Hallen keine Zuschauer mehr zugelassen.

Die Durchführung von Spielen ist erlaubt. Es sei denn, die Corona-Infektionen werden mehr und verhindern die Durchführung von Spielen. Wie es derzeit zum Beispiel in der Eishockeyliga ICE der Fall ist. Auch in der Männer-Basketballliga und -Handballliga wurden schon mehrere Partien verschoben.

Mayer: Kultur-Lockdown "eine Katastrophe"

Angesichts des zweiten Lockdowns, der auch Künstler und Kulturinstitutionen hart trifft, hat sich Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Grüne) heute mit einem Schreiben an Vertreter der österreichischen Kunst- und Kulturszene gewandt. Sie bedaure zutiefst, dass man erneut auf einen Großteil des Kulturlebens verzichten müsse. "Geschlossene Kulturbetriebe sind eine Katastrophe. Sie sind aber derzeit notwendig, um eine noch größere Katastrophe zu verhindern."

"Auch mir blutet deshalb das Herz. Es braucht jetzt aber eine gemeinsame Kraftanstrengung der gesamten Bevölkerung, um die Ausbreitung des Virus wieder in den Griff zu bekommen", so Mayer in ihrem Schreiben, das der "APA" vorliegt. Sie arbeite "mit aller Kraft" an Unterstützungsmaßnahmen für den Kunst- und Kulturbereich.

Quelle: Agenturen / Redaktion / apb