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Umfrage: FPÖ überholt ÖVP in Oberösterreich

11. Sept. 2022 · Lesedauer 2 min

Die Oberösterreichische ÖVP - wie schon zuvor die Tiroler ÖVP- stürzt laut einer Umfrage in der Wählergunst ab. Mit einem Verlust von über neun Prozentpunkten bei den Türkisen würde die FPÖ die Partei des Landeshauptmanns aktuell überholen.

Im Vergleich zur Landtagswahl 2021 verliert die ÖVP laut der "Krone"-Umfrage, durchgeführt von Politologe Peter Hajek, über neun Prozentpunkte. Bei einer aktuell stattfindenen Wahl läge die ÖVP nur noch bei 28 Prozent (maximale Schwankungsbreite: +/-3,5 Prozent). Jeder zehnte ÖVP-Wähler wechselt demnach ins blaue Lager.

Kritik an Russland-Sanktionen schadet ÖVP

Im Vergleich legt die FPÖ um fast zehn Prozentpunkte auf 29 Prozent zu und überholt die Partei des Landeshauptmanns. Laut Hajek sei es die falsche Strategie von Stelzer, es der FPÖ gleichzutun und die Russland-Sanktion zu kritisieren. "Als ÖVP-Landeshauptmann dann auf den Zug aufzuspringen und dem stärksten Mitbewerber nach dem Mund zu reden, erachte ich als taktischen Fehler. Am Ende des Tages wird das Stelzer nichts bringen. Der Wähler geht lieber zum Schmied als zum Schmiedl", zitiert die "Krone" den Politologen.

Kaum Veränderungen bei SPÖ, Grünen, NEOS und MFG

Die SPÖ können laut Umfrage weder Wähler dazugewinnen, noch verlieren sie und liegen bei 18 Prozent. Die Grünen legen von 12,3 auf 13 Prozent leicht zu. Die Impfgegner-Partei MFG liegt bei sechs Prozent und damit am Wert der Wahl vom Vorjahr, die NEOS steigen leicht in der Wählergunst von 4,2 auf fünf Prozent. 

Unzufriedenheit groß: Stelzer-Zustimmung am höchsten

Der Landeshauptmann selbst liegt in der Wählergunst klar an der Spitze. Thomas Stelzer würden 38 Prozent ins Amt wählen, so es Direktwahlen gebe. Acht von zehn ÖVP-Wählern würden sich für ihn entscheiden. FPÖ-Chef Manfred Haimbuchner hingegen liegt abgeschlagen mit 27 Prozent auf Platz zwei, ihn wollen sieben von zehn FPÖ-Wählern an der Spitze sehen. 

Am schlechtesten innerhalb der eigenen Wählerschaft schneidet die SPÖ ab. Nur fünf von zehn würden ihm ihre Stimme geben. 16 Prozent der Befragten sind mit keinem der Parteichefs zufrieden. 

Umfrage der Unique Research im Auftrag der Oberösterreich-Krone, n=800 Oberösterreicher:innen ab 16 Jahren, Befragungszeitraum: 29.8.-8.9., Schwankungsbreite: +/3 3,5 Prozent

Quelle: Redaktion / lam