Außenansicht des Bundesministerium für Inneres Innenministerium Fassade

Polizei holte Rechtsradikale von Leiter am Innenministerium

06. Nov. 2022 · Lesedauer 2 min

Am Sonntag in den frühen Morgenstunden versuchten Rechtsradikale mit einer mitgebrachten Leiter den Balkon des Innenministeriums zu erklettern. Am Nachmittag demonstrierten Rechtsextreme dann gegen "Asylflut" und "Teuerung". FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz hielt eine Rede.

Vertreter der Identitären hatten am Sonntag gegen 6.30 Uhr versucht, von der Straße aus mit einer Leiter den Balkon über dem Eingang des Innenministeriums zu erreichen und dort ein Transparent mit dem Text "Politiker einsperren - Grenzen zusperren" anzubringen. Beamte der Landespolizei Wien, die das Ministerium bewachen, verhinderten das jedoch. Sie stellten die Identitäten der Anwesenden fest und zogen das Transparent ein.

Karner ortet "antidemokratische Ziele" - bei Schleppern

Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) versicherte, dass man sich von Rechtsextremen und Rechtsradikalen, deren Parolen und Hass nicht beeinflussen lassen werde. Sein Ziel sei der Kampf "gegen die brutale, menschenverachtende Schleppermafia". Deren Ziel sei die Spaltung der Gesellschaft, "um ihre antidemokratische Ziele zu verfolgen".

Schnedlitz redet lieber nach Rutter als vor Maurer

Teils weit rechts gerichtete Demonstranten versammelten sich ungeachtet dessen am Nachmittag in der Wiener Innenstadt zu einer Kundgebung, bei der etwa ein Vertreter der Identitären-Gruppe "Die Österreicher" sowie Corona-Demo-Organisator Martin Rutter auftraten. Mit Schnedlitz ergriff auch ein prominenter Freiheitlicher das Wort. Hundert Mal lieber rede er hier nach z.B. einem Martin Rutter als im Parlament vor einer Sigrid Maurer oder sonst jemandem, meinte er dabei beispielsweise.

Demo auch mit Russland-Fahnen

Bei der anschließenden Demonstration waren neben österreichischen Fahnen auch russische zu sehen. Auf Transparenten wurde für alles mögliche geworben, etwa eine Steuersenkung. Größere Vorfälle wurden vorerst nicht gemeldet, hieß es aus der Wiener Polizei auf Anfrage

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam