APA - Austria Presse Agentur

Marco Pogo über die Corona-Situation: Politik solle "gescheite Entscheidungen" treffen

03. Nov 2021 · Lesedauer 2 min

Marco Pogo war am Mittwoch bei "Milborn" zu Gast. Der Musiker, Politiker und Arzt sprach sich angesichts der aktuellen Corona-Lage für breitere Informationskampagnen in Sachen Impfung und "unpopuläre Entscheidungen" aus.

Dass ein Gesundheitsminister nicht dafür sorge, dass man die Bevölkerung ausreichend informiert, "packt" Marco Pogo nicht. "Ich verstehe auch nicht, dass der Innenminister noch immer im Amt ist und ABBA zwei neue Singles heraus bringt", so Pogo weiter.

Das Anrollen der vierten Corona-Welle hat man "fast in Zeitlupe beobachten können, wie einen Verkehrsunfall, wo jeder schon gewusst hat, das geht nicht gut", sagt er. Der Musiker, der als Arzt auch gegen das Coronavirus impft, sieht es als "politische Aufgabe", die Leute "mit Informationen zu überschütten."

Marco Pogo im Interview bei "Milborn"

Pogo plädiert für "unpopuläre Entscheidungen"

Pogo spricht sich außerdem für eine Impfpflicht in bestimmten Bereichen, wie im Gesundheitsbereich, aus. Der 35-Jährige trat 2019 bei der Nationalratswahl mit der "Bierpartei" an und ist mittlerweile auch  Bezirksrat in Wien. Seiner Meinung nach sei für Laien nicht genug Information da, was die Corona-Impfung angehe.

 

Die Politik fordert er auf, "gescheite Entscheidungen" zu treffen, auch wenn diese nicht immer populär sind. "Wenn man einem Kind erlaubt, den ganzen Tag daheim vor dem Computer zu sitzen und Fast Food zu essen, ist das wahrscheinlich eine sehr populäre Entscheidung. Aber gescheit ist es nicht", so Pogo.

Maximilian PatakQuelle: Redaktion