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Klimaaktivisten wollen Wien eine Woche lang "lahmlegen"

02. Jan. 2023 · Lesedauer 2 min

Ab 9. Jänner wollen die Klimaaktivist:innen der Gruppe "Letzte Generation" die Bundeshauptstadt für eine Woche mit Störaktionen "lahmlegen".

In den vergangenen Monaten sind die Klimaaktivist:innen der "Letzten Generation" mit Aktionen wie dem Bewerfen von Glasscheiben vor berühmten Gemälden mit Farbe aufgefallen, aber auch mit Straßenblockaden, bei denen sie ihre Hände auf Fahrbahnen festgeklebt hatten. Zuletzt fielen sie vor allem in Landeshauptstädten auf. Nun kündigen sie ab dem 9. Jänner Störaktionen in Wien an, wie der "Standard" berichtet.

Am 9. Jänner beginnt in Wien wieder die Schule - es sollen eine Woche lang täglich "mehrere Straßenabschnitte" gesperrt werden, so David Sonnenbaum, Mitbegründer und Sprecher der Gruppe "Letzte Generation". Die Wiener Polizei will sich darauf vorbereiten.

Wien "lahmlegen"

Die Gruppe will damit Klimagesetze wie etwa ein Tempolimit von 100 km/h auf der Autobahn durchsetzen und fordert das Ende von neuen Öl- und Gasprojekten. 

Sonnenbaum rechnet nicht nur mit positiven Reaktionen: "Wir machen uns auf Wut gefasst [...], aber auch auf Zuspruch." Durch die Störaktionen hätten sie eine gesellschaftliche Debatte losgelöst. "Menschen, die nichts mit dem Thema zu tun hatten, beschäftigen sich jetzt damit. Sie bedanken sich bei uns, kommen zu unseren Veranstaltungen, tragen das Thema in ihre Familien", sagt der Aktivist im "Standard". 

Der Gruppe sei bewusst, wie ärgerlich solche Straßenblocken sind, Sonnenbaum zufolge brauche es solche Aktionen trotzdem: "Wir wollen das auch nicht, aber es ist notwendig, weil die Politik immer noch untätig ist". Die Geschichte habe die Wirkung solcher alltagsstörender Maßnahmen gezeigt: "Sie sind nervig, aber sie wirken". 

Quelle: Redaktion / poz