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Trump lästert über Klimawandel: "Mehr Grundstücke am Strand"

10. Juli 2022 · Lesedauer 2 min

"Wir haben größere Probleme" als den Klimawandel, spottete Ex-Präsident Donald Trump bei einem Wahlkampfauftritt in Alaska und legte dann noch kräftig nach.

"Wir werden ein bisschen mehr Grundstücke am Strand haben, was nicht das Schlechteste auf der Welt ist", sagte der ehemalige Präsident am Samstagabend (Ortszeit) bei einem Wahlkampfauftritt in Anchorage. "Ich habe gehört, dass die Ozeane in den nächsten 300 Jahren um ein Achtel Zoll (knapp 0,32 Zentimeter) ansteigen werden. Wir haben größere Probleme als das."

Die Mär vom Wahlbetrug

In den USA stehen im November Kongresswahlen an. Trump legte sich auch bei seinem Wahlkampfauftritt in Alaska nicht fest, ob er bei der Präsidentenwahl 2024 erneut antreten will. Er kündigte lediglich an, das Weiße Haus dann zurückzuerobern. Trump wiederholte seine längst widerlegte Behauptung, wonach er bei der Präsidentenwahl 2020 durch Betrug um seinen Sieg gebracht worden sei.

Trump hat wiederholt daran gezweifelt, ob der Klimawandel menschengemacht ist, obwohl solche Zweifel wissenschaftlich längst klar widerlegt sind. Doch davon hat sich Trump selten bremsen lassen. Als der Republikaner im Weißen Haus saß, stieg er mit den USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen aus, sein Nachfolger Joe Biden machte das, kaum übernahm er das Präsidentenamt, umgehend rückgängig. Biden hat den Kampf gegen den Klimawandel zu einem seiner wichtigsten Ziele erklärt.

"Legendäre Palin"

Trump erklärte bei seinem Auftritt in Alaska seine Unterstützung für die frühere Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin, die sich um einen Sitz im US-Repräsentantenhaus bewirbt. Trump rief die Wähler dazu auf, die "großartige, legendäre Palin" nach Washington zu schicken. Palin war im Wahlkampf 2008 zur Zielscheibe von Spott geworden, als sie als Vizepräsidentschaftskandidatin behauptet hatte, sie könne von ihrem Haus in Alaska aus Russland sehen.

Palin zu Trump: "Wir lieben Dich"

Palin trat am Samstagabend kurz an der Seite Trumps auf. "Wir lieben Dich", sagte sie an die Adresse des Ex-Präsidenten. "Wir brauchen Dich zurück." Trump kündigte an, die Republikaner würden bei den Kongresswahlen die Mehrheit im Repräsentantenhaus zurückerobern. Mit Blick auf die demokratische Vorsitzende der Parlamentskammer, Nancy Pelosi, sagte der 76-jährige Republikaner: "Wir werden die politische Karriere der verrückten Nancy Pelosi ein für allemal beenden."

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam