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Causa Wien Energie: ÖVP und FPÖ beantragen U-Kommission

02. Sept. 2022 · Lesedauer 2 min

Die Wiener FPÖ und ÖVP machen sich für die Einsetzung eines U-Kommission stark, Unterstützung soll von den Grünen kommen.

Die Stromgeschäfte der Wien Energie werden mit einer Untersuchungskommission beleuchtet, die noch vor Weihnachten starten soll, haben heute die Wiener FPÖ und ÖVP in trauter Zweisamkeit versichert. Unterstützung kommt von den Grünen, obwohl die Stimmen von Blauen und Schwarzen reichen würden, um das Kontrollinstrument einzusetzen. Wobei beide Parteien einräumten, dass es etwas zahnlos sei, etwa bei der Definition des Untersuchungsrahmens oder bei der Aussagepflicht.

Kraus: "Nicht ausgeschlossen, dass wir Rücktritt fordern"

Die Grünen, die ihre Zustimmung zur U-Kommission heute nach der Pressekonferenz von FPÖ und ÖVP bekannt gaben, sprachen sich daher dafür aus, noch vor der Einsetzung die Regeln für eine Untersuchungskommission zu erweitern. Es sei auch nicht ausgeschlossen, dass man Rücktritte fordern wird, sagt Grünen-Chef Peter Kraus im PULS 24 Interview. 

FPÖ und ÖVP hoffen auch noch die NEOS für die Kommission zu gewinnen, ÖVP-Landesparteiobmann Karl Mahrer betonte, er habe im Vorfeld der heutigen Pressekonferenz auch mit den NEOS gesprochen.

FPÖ zeigte Ludwig an

Der Wiener FPÖ-Chef Dominik Nepp sprach heute davon, dass Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) in der Causa Wien Energie "lügen" würde. "Bürgermeister Ludwig lügt täglich die Öffentlichkeit an. Sein Verzocken und Vertuschen von 1,4 Milliarden Euro wird durch unsere Anzeige einerseits strafrechtlich aufgeklärt werden und durch die heute angekündigte U-Kommission werden wir auch die politische Verantwortung von Bürgermeister Ludwig aufzeigen", meinte er.

Mahrer jedenfalls sagte heute, dass bei der Kommission Qualität vor Schnelligkeit gehe, und auch die Grünen sehen noch Vorarbeiten nötig. "Wir hätten gerne den September genutzt, um diese Spielregeln zu ändern, damit die Untersuchungskommission auch die konkreten Geschäfte der Wien Energie untersuchen kann", so Parteivorsitzender Peter Kraus. Denn aktuell könnten nur sehr eingeschränkt Fragen zum Geschäft der Wien Energie gestellt werden.

Quelle: Agenturen / Redaktion / koa