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Causa Chorherr: Zehn Anklagen beantragt

05. Aug 2021 · Lesedauer 2 min

Im Verfahren um Spenden an den Schulprojektsverein, dem Christoph Chorherr vorstand, wurden von der WKStA 10 Anklagen beantragt.

Neben dem früheren Planungssprecher der Wiener Grünen, Christoph Chorherr, sollen laut dem von der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) an die Oberstaatsanwaltschaft ergangenen Vorhabensbericht auch Immobilieninvestoren angeklagt werden. Das berichtet die "Presse" am Donnerstag.

Chorherr war 2017 mit einer Anzeige konfrontiert worden. Die Causa dreht sich um Spenden von Immo-Unternehmern an den von ihm initiierten Verein "s2arch", der 2004 gegründet wurde und sich Schul- und Bildungsinitiativen in Südafrika widmet. Im Raum stand der Verdacht, dass Spendengelder für die Vornahme von Widmungen flossen. Ermittelt wurde wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs, der Bestechlichkeit und der Bestechung. Chorherr hat stets bestritten, dass Gelder seine politischen Tätigkeiten beeinflusst hätten.

Die WKStA wollte die Meldung gegenüber der APA nicht bestätigen. In der WKStA bestätigte man lediglich, dass man der Oberstaatsanwaltschaft den Vorhabensbericht übermittelt habe. Über konkrete Inhalte oder Personen gebe man vorerst keine Auskunft.

Antrag auf Diversion

Chorherr hat zuletzt einen Antrag auf Diversion gestellt. Darin hatte er anerkannt, dass seine Tätigkeit als Amtsträger zeitgleich mit seiner Vereinsobmannschaft aufgrund der an den Verein ergangenen Spenden ein Fehler gewesen sei. Mit der Diversion würde er sich gegen eine "belastende Maßnahme" wie etwa die Zahlung eines Geldbetrags oder die Erbringung einer gemeinnützigen Leistung das Strafverfahren ersparen.

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Quelle: Redaktion / apb