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Zwei Tote bei Wirbelsturm "Fiona" in Kanada

26. Sept. 2022 · Lesedauer 4 min

Beim Wirbelsturm "Fiona" in Kanada sind nach Behördenangaben zwei Menschen ums Leben gekommen. In der Provinz Neufundland und Labrador an der kanadischen Ostküste wurde demnach die Leiche einer 73-Jährigen gefunden, die von den Fluten fortgerissen worden war. Laut örtlichen Behörden starb zudem ein Mensch in der Provinz Prince Edward Island. Der Tropensturm "Ian" wurde unterdessen ist auf seinem Weg nach Kuba zu einem Hurrikan der Kategorie eins hochgestuft.

Der Sturm "Fiona" hatte Kanada am frühen Samstag erreicht und im Osten des Landes für Verwüstungen gesorgt. Obwohl der Sturm an Stärke verlor, brachte er noch immer Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern mit sich sowie heftige Regenfälle und Wellen von bis zu zwölf Metern Höhe.

Am Sonntag hatten mehr als 300.000 Menschen keinen Strom, nachdem "Fiona" Bäume umgerissen, Dächer von Häusern gerissen und auch Stromleitungen zerstört hatte. Hunderte von Teams waren im Reparatureinsatz. Kanadas Regierungschef Justin Trudeau schrieb im Onlinedienst Twitter, er habe sich erneut mit seinem Krisenstab getroffen, um sicherzustellen, dass "Ressourcen zu Verfügung stehen, um vom Sturm Betroffenen zu helfen".

"Die Verwüstungen sind immens", sagte Tim Houston, Regierungschef der Provinz Nova Scotia. "Das Ausmaß des Sturms ist unglaublich." Houston sagte dem Sender CBC, die kanadische Militär zur Hilfe bei den Räumungsarbeiten entsendet worden sei. Mehrere Provinzen haben militärische Unterstützung angefordert.

In Puerto Rico ist unterdessen eine Woche nach dem Durchzug von"Fiona" bei Hunderttausenden Menschen die Stromversorgung noch nicht wieder hergestellt worden. Rund 44 Prozent der Anschlüsse hatten am Sonntag weiterhin keinen Strom, wie aus einem Tweet des Stromanbieters Luma Energy hervorging. Nach Angaben der Wasserbehörde AAA war bei 19 Prozent der Anschlüsse die Wasserversorgung noch nicht wieder hergestellt. Manche Menschen seien noch von der Außenwelt abgeschnitten, sagte der Chef des Katastrophenschutzes, Nino Correa, in einem Facebook-Video.

Vor fast genau fünf Jahren hatte der verheerende Hurrikan "Maria" das karibische US-Außengebiet mit gut drei Millionen Einwohnern getroffen und knapp 3000 Menschen das Leben gekostet. Puerto Ricos Infrastruktur litt noch immer unter den Folgen, als das Zentrum von "Fiona" als Hurrikan der niedrigsten Kategorie eins von fünf am 18. September dort auf Land traf. Es kam zu Überschwemmungen, Erdrutschen und Zerstörung. Die US-Regierung sagte schnelle Hilfe zu.

Nach einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums von Puerto Rico vom Samstag, aus der örtliche Medien zitierten, wurden 16 Todesfälle im Zusammenhang mit Hurrikan "Fiona" registriert. Einer von ihnen sei direkt und drei indirekt von dem Sturm verursacht worden, die übrigen zwölf würden untersucht. Agrarminister Ramón González Beiró schätzte den für die Landwirtschaft entstandenen Schaden am Sonntag auf mehr als 100 Millionen US-Dollar (103 Mio. Euro), wie die Zeitung "El Nuevo Día" berichtete.

Der Tropensturm "Ian" wurde unterdessen ist auf seinem Weg nach Kuba zu einem Hurrikan der Kategorie eins hochgestuft. Das Nationale Hurrikan-Zentrum der USA (NHC) warnte am Montag vor einer "weiteren schnellen Verstärkung" des Hurrikans im Laufe des Tages. "Ian" steuere mit Windgeschwindigkeiten von 120 Stundenkilometern auf die Kaimaninseln und den Westen Kubas zu, hieß es.

Es wurde erwartet, dass Westkuba am stärksten getroffen werde, das NHC erwartete "erheblichen Auswirkungen". Auch der US-Bundesstaat Florida bereitete sich auf die Ankunft des Sturms vor. Das NHC gab eine Hurrikan-Warnung für die Westküste des südöstlichen US-Bundesstaates, einschließlich der Tampa Bay, heraus.

Floridas Gouverneur Ron DeSantis hatte am Sonntag den Notstand in allen 67 Bezirken ausgerufen. "Rechnen Sie mit Sie viel Regen, starkem Wind, Sturzfluten, Sturmfluten und vereinzelt Tornados", warnte DeSantis. Er forderte die Einwohner auf, sich mit Lebensmitteln, Wasser, Medikamenten und Benzin einzudecken und sich auf Stromausfälle vorzubereiten.

Quelle: Agenturen