APA - Austria Presse Agentur

Corona-Ampel: Über 60 Prozent mehr Intensivpatienten erwartet

02. Sept 2021 · Lesedauer 1 min

Schon die zweite Woche in Folge wurden drei Bundesländer auf der Corona-Ampel schlechter gestuft. Bei den Intensivbetten wird ein Auslastungs-Anstieg von über 64 Prozent erwartet.

Österreich bleibt insgesamt noch bei mittlerem Risiko (gelb). Nach Wien in der vergangenen Woche wurden jedoch auch Oberösterreich, Salzburg und Vorarlberg mit hohem Risiko bewertet (orange).

Für ganz Österreich und für die Bundesländer Wien, Nieder- und Oberösterreich wurde aufgrund der Prognose auch das Systemrisiko im Bereich der Intensivpatienten auf mittleres Risiko eingestuft. Innerhalb der nächsten 14 Tage könnte dort die Auslastung der verfügbaren Betten mehr als zehn Prozent erreichen.

Intensivbetten-Anstieg von über 64 Prozent

Die aktuellen Zahlen des Prognosekonsortiums vom Dienstag gehen österreichweit von einem weiterhin steigenden Trend bei den Neuinfektionen aus. Bei den Intensivpatienten ist bis zum 15. September ein Anstieg von 64,5 Prozent auf 219 Personen zu erwarten.

Pichlbauer zu Intensivbetten: "Klar, dass niemand ein ordentliches Monitoring vornimmt"

Gesundheitsökonom Ernest Pichlbauer ortet im Gespräch mit PULS 24 Anchorwoman Bianca Ambros ein Zahlen-Chaos bei der Auslastung der Intensivbetten.

Bei der Sieben-Tagesinzidenz bis 31. August liegt Österreich mit 107,5 erstmals wieder über den Wert von 100.

Bei den Bundesländern liegen Oberösterreich, Salzburg und Wien eindeutig über 100, die Werte betragen hier 137, 139 und 146,5.

Mit der Steiermark, Vorarlberg und Niederösterreich gibt es auch drei Bundesländer, deren risikoadjustierte Sieben-Tagesinzidenzen im Vergleich zur Vorwoche wieder gesunken ist.

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam