Safer Internet Day
Betrug via Messenger und SMS: So schützen Sie sich
Im Jahr 2025 verzeichnete die Meldestelle für Rufnummernmissbrauch 31.888 Beschwerden zu Betrugsversuchen mittels Anrufen, SMS und Messengerdiensten.
Betrugsversuche durch KI "immer perfekter"
Gerade mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz würden die Betrugsversuche "immer perfekter" werden, warnt die Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR-GmbH) anlässlich des heutigen Safer Internet Day. "Die Zeiten, in denen man beispielsweise betrügerische SMS an Formulierungsfehlern leicht erkennen konnte, sind endgültig vorbei."
"Wir können alle Opfer eines Betrugs werden"
Die RTR-GmbH warnt auch: "Wir alle können Opfer eines Betrugs werden." Dahinter würden nämlich meist international operierende Netzwerke stecken, "gegen die man in der Regel keine Handhabe hat" so Klaus M. Steinmaurer, Geschäftsführer der RTR für den Fachbereich Telekommunikation und Post.
Die besten Schutzmaßnahmen seien "eine große Portion Vorsicht und Plausibilitätschecks, wenn Anrufe, SMS oder Chatnachrichten verdächtig erscheinen."
Auch die Website onlinesicherheit.at, eine zentralen Plattform des Bundeskanzleramts zur Förderung der digitalen Sicherheit, rät zu Tipps, um sich vor Betrug via Messenger-Dienste und SMS zu schützen.
Dazu zählen:
- Betrachten Sie unbestellte Nachrichten generell kritisch - vor allem dann, wenn jemand verlangt, dass Sie potenziell kritische Dateien wie Passwörter, Sozialversicherungsnummer, Geburtsdatum und Zugangsdaten übermitteln.
- Haben Sie Zweifel an der Identität des Gegenübers haben, bestehen Sie auf ein Telefonat. Wenn sich Kriminelle als jemand ausgeben, den Sie persönlich kennen, werden sie ein Gespräch immer unter einem Vorwand zu verweigern versuchen.
- Überweisen Sie niemals Geld an Unbekannte.
- Wenn Sie den Verdacht haben, dass ein Betrugsversuch vorliegt, verständigen Sie die Polizei.
- Nutzen Sie ausschließlich Messenger-Apps mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. So kann nicht einmal der Dienstbetreiber die Inhalte mitlesen.
- Klicken Sie in Nachrichten unbekannten Ursprungs keine Links an. Auch wenn Sie den/die Absender:in kennen, achten Sie darauf, ob der Link plausibel ist. Fragen Sie im Zweifelsfall bei der Person nach.
- Sollten Sie immer wieder lästige Nachrichten von derselben Nummer bekommen, können sie die Telefonnummer in der jeweiligen Messenger-App einfach sperren.
- Haben Sie den Verdacht, dass bereits eine Schadsoftware auf Ihrem Smartphone läuft, prüfen Sie das Gerät unverzüglich mit einem Anti-Malware-Programm. Weiters kann das Handy auch auf die Werkeinstellungen zurückgesetzt werden. Beachten Sie aber, dass dabei alle Daten und nachträglich installierte Apps gelöscht werden.
Video: Betrugs-Wahnsinn: Immer dreistere Maschen
Zusammenfassung
- Im Jahr 2025 verzeichnete die Meldestelle für Rufnummernmissbrauch 31.888 Beschwerden zu Betrugsversuchen mittels Anrufen, SMS und Messengerdiensten.
- Gerade mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz würden die Betrugsversuche "immer perfekter" werden, warnt die Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR-GmbH).
- Am heutigen Safer Internet Day hat PULS 24 Tipps, wie Sie sich am besten davor schützen können.
