APA - Austria Presse Agentur

Mückstein bremst Erwartungen auf schnellen "Grünen Pass"

24. Apr 2021 · Lesedauer 2 min

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) bremst die Erwartungen, dass es bereits Ende Mai einen "Grünen Pass" für Geimpfte, Getestete und Genesene geben wird.

ÖVP-Staatssekretär Magnus Brunner hatte einen solchen für Ende Mai angekündigt. "Ich habe mich nicht darüber gefreut. Das war weder abgesprochen, noch ist es richtig", erklärte Mückstein in der "Presse" und den "Oberösterreichischen Nachrichten" (Samstagsausgaben).

"Da weiß er mehr als ich", meinte Mückstein zur Ankündigung des türkisen Staatssekretärs von Donnerstag, wonach der "Grüne Pass" "Ende Mai, rund um den 24.", in Betrieb gehen könne. Man müsse in der Kommunikation differenzieren, "genesen, getestet, geimpft: das ist nicht gleichwertig", betonte Mückstein. "Wir warten noch auf die EU-Vorgaben, an die wir uns halten müssen, wenn der Pass einen Sinn haben soll. Ich bin dafür, dass wir Pilotversuche machen - in Vorbereitung auf die EU-weite Ausrollung im Juli."

Ohne Impfung keine Auslandsurlaube

Es werde zwar keine Impfpflicht geben, bekräftigte der Minister im "Kurier", aber wer sich nicht impfen lasse, werde bestimmte Vorteile nicht haben können. "Wer sich durch den Sommer 'durchtesten' will, wird zum Beispiel nicht nach Griechenland fliegen können."

Für einen gesicherten Präsenzunterricht ist laut Mückstein für den Herbst eine andere Teststrategie an den Schulen notwendig. "Man kommt immer mehr drauf, dass die PCR-Tests substanzieller sind als die Schnelltests - und mit dem Gurgeln jetzt ganz leicht anzuwenden." Deshalb solle man dreimal pro Woche "anständige PCR-Tests" an den Schulen machen. "Wenn wir das gut aufsetzen, dann gibt es ab Herbst fix permanenten Schulbetrieb", meinte Mückstein auch in den "Salzburger Nachrichten" und der "Kleinen Zeitung" (Samstagsausgaben).

Mückstein warnt "von der großen Party im Sommer zu reden"

Gesundheits- und Sozialminister Wolfgang Mückstein (Grüne) spricht im PULS 24 Newsroom mit Anchor Thomas Mohr.

Quelle: Agenturen