Weseslindtner: FFP2-Masken machen Sinn

24. Mai 2022 · Lesedauer 2 min

Der Virologe Lukas Weseslindtner tut sich im Interview mit PULS 24 "schwer", das vorläufige Pausieren der Maskenpflicht zu bewerten. Er rät Menschen, trotzdem weiterhin nicht auf die Maske zu verzichten.

Am Dienstagvormittag hat die Bundesregierung in einer Pressekonferenz verkündet, dass man die bisher geltende Maskenpflicht ab Anfang Juni vorläufig "pausiert". Diese gilt nur mehr noch im Gesundheitsbereich – also in Spitälern, bei Ärzt:innen und im Altenheim.

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Infektionsvermeidung durch Masken 

Der Virologe Lukas Weseslindtner, Virologe der MedUni Wien, findet es im PULS 24 Interview "schwierig (...) aus virologischer Sicht einen gesundheitspolitischen Schritt zu bewerten". Weseslindtner gibt zu bedenken, dass FFP2-Masken eine "hohe Wirkung" haben, um Infektionen - vor allem in Innenräumen - "zu verhindern". Epidemiologisch zeige sich zwar "tatsächlich eine Entspannung" und man könne diese Maßnahmen auch "jederzeit wieder hochfahren". Der Virologe rät allerdings den Menschen eine Maske zu tragen, wenn sie das wollen und sie sich damit sicherer fühlen, denn "Sinn macht sie schon".

Lockdown "sehr unwahrscheinlich" 

Einen neuen Lockdown hält Weseslindtner für "sehr unwahrscheinlich". Es gäbe inzwischen wirksame Medikamente, die Impfung sowie ein breites Wissen aus den letzten Jahren. Dies würde ein Kollabieren des Gesundheitssystems verhindern.

Der Virologe hält es allerdings für "wahrscheinlich", dass man die Maßnahmen ab Herbst wieder hochfahren wird müssen, damit "besonders vulnerable Gruppen" geschützt werden.

Keine Panik bei Affenpocken 

Angesprochen auf die Ausbreitung von Affenpocken in Europa und Amerika versucht der Virologe zu beruhigen: Da Affenpocken eine dreiwöchige Inkubationszeit haben, könnte die Übertragung bei den aktuellen Fällen länger her sein sowie "mit einem bestimmten" Event oder Ereignis zusammenhängen. Weseslindtner sieht deswegen "kein Grund zur Panik".

Da man erst "richtig ansteckend" wird, sobald "der Ausschlag auftritt", sei es auch leichter betroffene Menschen "zu isolieren". Es sei "außerordentlich gering bis ausgeschlossen", dass man sich nebenbei im Supermarkt anstecken würde – hierfür bräuchte es "einen direkten Kontakt".

Jan ForoboskoQuelle: Redaktion / foj