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Ukraine-Krieg: Der Tod der vierjährigen Liza berührt

16. Juli 2022 · Lesedauer 2 min

Schätzungen zufolge wurden durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine mittlerweile 352 Kinder getötet und Hunderte mehr verletzt. Beim Angriff auf Winnyzja am Donnerstag mit mehr als 20 Toten starb auch die kleine Liza.

Wie BBC-Reporterin Sarah Rainsford aus der Ukraine berichtet wurde auch Lizas Mutter, Iryna Dmytriyeva, schwer verletzt.

Dabei war es schöner Tag in Winnyzja, die Sonne schien, Liza war voller Freude und schob ihren Kinderwagen, als Mutter und Tochter gerade auf dem Weg zu einem Logopäden waren. Denn Liza hatte das Down Syndrom und war deshalb oft im LogoClub, da sie besondere Betreuung brauchte.

"Liza war fröhlich, sie liebte es zu uns zu kommen. Sie war ein sehr freundliches Kind. Für ihre Mutter war sie der Sinn ihres Lebens. Sie liebte sie wahnsinnig. Ich kann mir gar nicht vorstellen, was für eine Tragödie das für die Familie ist", so Valeriia Korol, die Betreiberin des LogoClub.

Lizas Mutter Iryna soll sehr offen mit der Down Syndrom-Erkrankung umgegangen sein. Man brauche sich dafür nicht zu schämen, so Valeriia Korol gegenüber der BBC.

"Eine furchtbare Tragödie"

Als der Fliegeralarm begann versuchten die Betreuer:innen alle Kinder in Sicherheit zu bringen, doch Liza und ihre Mutter Iryna waren noch auf der Straße.

Iryna befindet sich wegen ihrer schweren Verletzungen noch im Krankenhaus. Noch ist unklar, ob sie bereits vom Tod ihrer Tochter weiß. "Es ist eine furchtbare Tragödie", so Valeriia Korol abschließend.

Maximilian SperaQuelle: Redaktion / msp