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"Schwerste Schläge"

Iran: Neuer Oberster Führer fordert Rache für Kriegsopfer

Heute, 13:49 · Lesedauer 3 min

Irans neuer Religionsführer und Staatsoberhaupt Mojtaba Khamenei hat in einer ersten Stellungnahme Rache für die Kriegsopfer gefordert. Der 56-jährige Kleriker betonte die Notwendigkeit von Vergeltung, insbesondere für die bei einem Luftangriff getöteten Schülerinnen, wie es in einer Erklärung des Geistlichen hieß, die im Staatsfernsehen verlesen wurde.

Er kündigt weiter an, dass die Schließung der für die Schifffahrt wichtigen Straße von Hormuz als Druckmittel gegen den Feind fortgesetzt werde. Zudem müssten alle US-Militärstützpunkte in der Region geschlossen werden, fordert Khamenei. 

"Wir glauben an die Freundschaft mit unseren Nachbarn und greifen nur die Stützpunkte an", erklärt er. "Und wir werden dies unweigerlich fortsetzen."

Ein Blick in die vergangenen Tage zeigt jedoch, dass nicht "nur die Stützpunkte" angegriffen wurden. Auch zivile und strategische Ziele in der Region getroffen wurden. Zur Zielscheibe der Angriffe wurden unter anderem US-Botschaften, Hotels, Flughäfen, Wohn- und Industriegebiete sowie Treibstofflager.

Erst am Montag wurden bei einem iranischen Angriff auf die Insel Sitra in Bahrain mindestens 32 Menschen verletzt worden. Mindestens vier von ihnen wurden schwer verletzte - darunter auch Kinder.

Straße von Hormus bleibt geschlossen

Die für die Schifffahrt wichtige Meerenge wird den iranischen Revolutionsgarden zufolge geschlossen gehalten. "Wir werden dem Aggressor-Feind die schwersten Schläge zufügen, indem wir die Strategie der Schließung der Straße von Hormus beibehalten", erklärte der Kommandant der Marineeinheit der Revolutionsgarde auf der Online-Plattform X nach Khameneis Stellungnahme.

Die USA sind nach Angaben von Energieminister Chris Wright aktuell noch nicht in der Lage, Tanker durch die Straße von Hormuz zu eskortieren. 

Die Marine werde das relativ bald tun können, gerade sei das aber noch nicht möglich, sagte Wright dem Sender CNBC. 

"Wir sind einfach noch nicht bereit." Alle militärischen Ressourcen der USA seien aktuell darauf ausgerichtet, die offensiven Fähigkeiten des Irans zu zerstören. Er halte es für wahrscheinlich, dass die US-Marine bis Ende des Monats einige Schiffe durch die Meerenge eskortieren könne, sagte Wright.

Khamenei ruft Bevölkerung zur Einheit auf

Die Menschen sollten an den Feiern zum Al-Quds-Tag teilnehmen, hieß es. Am Al-Quds-Tag, der 1979 vom iranischen Revolutionsführer Ayatollah Ruhollah Khomeini eingeführt wurde, gibt es im Iran üblicherweise staatlich organisierte Massendemonstrationen, bei denen zur Vernichtung Israels und zur Rückeroberung Jerusalems aufgefordert wird.

 findet am letzten Freitag des islamischen Fastenmonats Ramadan statt. Al Quds ist der arabische Name für Jerusalem.

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Zusammenfassung
  • Irans neuer Religionsführer Mojtaba Khamenei (56) fordert Rache für Kriegsopfer und insbesondere für bei einem Luftangriff getötete Schülerinnen.
  • Khamenei kündigt an, die strategisch wichtige Straße von Hormuz weiter als Druckmittel gegen den Feind zu schließen und verlangt die Schließung aller US-Militärstützpunkte in der Region.
  • US-Energieminister Chris Wright erklärt, die USA könnten derzeit keine Tanker durch die Straße von Hormuz eskortieren, rechnen aber bis Ende des Monats mit einer Lösung.