Statistiker Neuwirth: "Todeszahlen werden noch länger steigen"

15. Nov 2021 · Lesedauer 2 min

Statistiker Erich Neuwirth zeichnet mit seiner Analyse der aktuellen Corona-Zahlen eine dunkle Prognose. Anzeichen für einen Rückgang gibt es kaum und selbst wenn - was fraglich ist - werden die Todeszahlen noch zwei bis drei Wochen lang steigen.

Bei den Corona-Neuinfektionen jagt zurzeit ein Negativrekord den anderen. Aktuell wurden am Montag 11.889 neue Fälle vermeldet, 40 Personen starben innerhalb der vergangenen 24 Stunden an einer Covid-Infektion. Es gebe kaum Anzeichen dafür, so Statistiker Erich Neuwirth, dass sich die Kurve abflache oder gar falle. Im Gegenteil, er ist sich sicher, dass sie in den kommenden Tagen noch steigen werde. 

Teil-Lockdown wirksam?

Nun müsse man abwarten ob und wie stark sich der Lockdown für Ungeimpfte, der seit Montag in Kraft ist, auswirke. Es gebe mit einem solchen Teil-Lockdown noch keine Erfahrungen. Die Corona-Ampel-Kommission zweifelt an einer großen Wirkung der Maßnahme. Einzelne Bundesländer haben die Regeln bereits lokal verschärft. Erste Experten, wie der Mathematiker Peter Markowich gehen davon aus, dass Österreich um einen Lockdown für alle nicht herumkommen wird. 

Drei Wochen keine Entspannung in Spitälern und bei Sterbefällen

Aber selbst wenn die neuen Maßnahmen Wirkung zeigen, stellt Neuwirth klar, habe das in den ersten zwei bis drei Wochen keinen Einfluss auf die Belegung der Spitäler und der Intensivstationen. Auch die Sterbefälle werden anfangs nicht hinuntergehen. Denn Maßnahmen, das könne man gut an Statistiken erkennen, brauchen zwei bis drei Wochen, bis sie Wirkung zeigen. 

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Marianne LamplQuelle: Redaktion / lam