Markowich: Werden um harten Lockdown nicht herumkommen

14. Nov 2021 · Lesedauer 2 min

Mathematiker Peter Markowich glaubt, dass ein harter Lockdown inklusive Schulschließungen der einzige Weg ist, der Spitalsüberlastung Herr zu werden. Das sei auf die "Unfähigkeit der österreichischen Politik" zurückzuführen.

Bei Peter Markowich, Mathematiker an der Universität Wien und Professor für Angewandte Mathematik an der Universität Cambridge, schrillen die Corona-Alarmglocken inzwischen "vierfach so laut".  Kanzler Schallenberg hätte "das Buch der Pandemie nicht von hinten nach vorne lesen müssen, wenn er zugehört hätte, was die Wissenschaftler ziemlich einhellig die ganze Zeit gesagt haben". Salzburgs Landeshauptmann Haslauer, urteilt der Wissenschafter, schiebe seine eigene Unfähigkeit auf Experten. Das führe uns "in die Nähe einer Bananenrepublik". 

Aber auch die Medien trügen bei, die Corona-Pandemie zu verschlimmern. In jeder Talk-Show, in der er zu Gast gewesen sei, komme "mindestens ein Schwafler vor", die "absolut nichts zum Thema Pandemie beizutragen hat" und nichts davon verstehe. Markowich sieht nicht, warum man solchen Leuten Raum gibt. Wissenschaft sei Wissenschaft. 

Harter Lockdown und Schulschließungen

Der "Lockdown für Ungeimpfte" käme "wie immer" viel zu spät. Die Simulationen würden zeigen, dass er nicht mehr als "ein erfreulicher Versuch" sei, jedoch nicht viel Auswirkung auf die Belegung der Spitäler haben werde. 

Um einen strengen Lockdown inklusive Schulschließungen werde man deshalb "unnötigerweise" nicht herumkommen. "Das Ganze ist auf das Zaudern, auf die Handlungsunfähigkeit der österreichischen Politik zurückzuführen." 

 

Marianne LamplQuelle: Redaktion / lam