Haslauer beklagt nach Virologen-Sager "Empörungskultur in Österreich"

12. Nov 2021 · Lesedauer 2 min

Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer hat sich in seiner Pressekonferenz zu den Corona-Maßnahmen auch zu den Reaktionen auf seinen abfälligen Sager über Virologen geäußert.

Der Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) hat die Forderungen von Experten nach einem Lockdown diese Woche  "übertrieben" damit abgetan, dass Virologen "am liebsten alle im Zimmer einsperren" wollten, wo diese dann "an Depressionen sterben und verhungern". Die Äußerung sorgte nicht nur bei Wissenschaftlern für Empörung.

Mehr dazu

Am Freitag nahm Haslauer im Zuge der Pressekonferenz zum Lockdown für Ungeimpfte in Salzburg auf die Reaktionen Stellung. Zunächst stellte er in den Raum, dass ein Lockdown insofern kontraproduktiv sei, weil Lockdowns die Impbereitschaft in der Bevölkeurng schwächen würden.

Er schätze natürlich Virologen, Komplexitätsforscher und andere wissenschaftliche Experten und nehme auch zur Kenntnis, dass diese Vorschläge unterbreiten, was aus ihrer Sicht die optimalste Vorgehensweise wäre. Die Politik könne aber nicht nur nach medizinischen Gesichtspunkten beurteilen, sondern müsse auch die sozialen und wirtschaftlichen Aspekte mitbedenken.

"Empörungskultur"

Außerdem betonte er, dass er seine Äußerung bereits mit dem Hinweis eingeleitet habe, dass diese "übertrieben" und "pointiert" formuliert sei. Auch die Reaktion auf seine Äußerung sei "pointiert ausgefallen", wie er bemerkte.

"Aber in der Empörungskultur, die wir in Österreich derzeit haben, kann man keine pointiert formulierte Aussage treffen, das nehme ich zur Kenntnis", kritisierte Haslauer abschließend. Er bitte aber auch "diese Richtigstellung zur Kenntnis zu nehmen".

Stephan HoferQuelle: Redaktion / hos