APA - Austria Presse Agentur

Nach Verschärfungen in Clubs: Gratis-PCR-Tests in ganz Österreich

16. Juli 2021 · Lesedauer 2 min

Nach dem Vorbild der "Wien gurgelt"-Aktion werden PCR-Gurgeltests bald auch in allen anderen Bundesländern gratis angeboten werden.

Am Donnerstagabend verschärfte die Bundesregierung die Corona-Bestimmungen wieder. Unter anderem gilt für Nachtgastronomie nur mehr ein negativer PCR-Test oder Nachweis der Vollimmunisierung als Zugangsbedingung. Im Zuge dessen wird es bald in ganz Österreich Gratis-PCR-Gurgeltests geben. Das gab der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) als Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz bekannt.

Die Kosten werden vom Bund übernommen werden, wie das Gesundheitsministerium dem "Kurier" bestätigte. Laut Gesundheitsministerium ist geplant, eine Gurgeltest-Aktion, wie es sie aktuell in Form von "Alles gurgelt" in Wien gibt, auf alle Bundesländer auszuweiten. Eine entsprechende Ausschreibung läuft bereits. Einen Zuschlag dürfte es wohl kommende Woche geben.

Umsetzung dürfte noch etwas dauern

Bis zur Umsetzung dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen. Denn in fast allen Bundesländern werden bisher fast ausschließlich die ungenaueren Antigen-Schnelltests durchgeführt. Die Umstellung auf PCR-Tests benötigt erst eine entsprechende Labor-Infrastruktur.

In Oberösterreich gibt es teilweise bereits ab Montag Gratis-Gurgeltests. Die Tests werden zunächst in drei Bezirken angeboten, wobei die Landeshauptstadt Linz am Montag mit der Pilotphase beginnt. Am 2. August folgen die Bezirke Gmunden und Vöcklabruck.

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Seit längerem fordern Wissenschaftler und Gesundheitsexperten, in allen Bundesländern großflächig auf PCR-Tests zu setzen, um der wesentlich ansteckenderen Delta-Variante habhaft zu werden. Zuletzt etwa Umweltmediziner Hans Peter Hutter im Newsroom LIVE am Donnerstag.

Im Ggensatz dazu hat der oberösterreichische Ärztekammer-Präsident Peter Niedermoser dafür plädiert, dass Corona-Tests ab Herbst nicht mehr gratis angeboten werden. Da sich mittlerweile jeder kostenlos und mit dem Impfstoff seiner Wahl impfen lassen könne, brauche es nicht mehr zwei Gratisschienen, meinte er.

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Stephan HoferQuelle: Redaktion / hos