Zuba zur Corona-Dunkelziffer: Pro Infektion rechnen wir mit einer unbekannten

13. Jan. 2022 · Lesedauer 2 min

Laut dem Gesundheitsökonomen Martin Zuba wird die Omikron-Welle in nächster Zeit wohl nicht von selber in sich zusammenbrechen. Die Dunkelziffer könnte hoch sein - pro entdeckter Infektion könnte es zusätzlich eine unentdeckte geben.

Nach dem Rekordwert von 17.006 Neuinfektionen am Mittwoch, sind die Corona-Neuinfektionen am Donnerstag wieder gesunken. "Tendenziell geht der Weg aber nach oben", sagt Gesundheitsökonom Martin Zuba. Das Corona-Prognosekonsortium rechnet bis 19. Jänner mit einem Anstieg zwischen 20.000 bis 30.000 Neuinfektionen pro Tag. Es sei daher "nicht davon auszugehen, dass die Welle von selber in sich zusammenbricht", so Zuba im PULS 24 Interview.

Der bisherige Rekordwert von 17.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus, der am Mittwoch in Österreich verzeichnet wurde, dürfte in den kommenden Tagen pulverisiert werden. 

"Omikron hat Karten neu gemischt"

Der kurzfristige Rückgang der Corona-Erkrankungen könne laut Zuba zu einem gewissen Teil auch an den Testkapazitäten liegen. Von einer Überlastung spricht der Gesundheitsökonom dennoch nicht. Dies könne man aufgrund der Unterschiede in den Bundesländern "nicht so sagen", meint er im Interview. Fest stehe allerdings, dass "wenn die Testkapazitäten an ihre Grenzen kommen", auch die Zahl der Dunkelziffer nach oben gehe. Derzeit rechne das Prognosekonsortium "pro gemeldeten Corona-Fall mit einem unbekannten", so Zuba.

Grundsätzliche gehe laut dem Gesundheitsökonom die Zahl der Neuinfektionen bei einem gewissen Immunisierungsniveau zurück. Dieses Niveau steige bei einer höheren Durchimpfungsrate oder einem Anstieg der Genesenen.

"Omikron hat die Karten neu gemischt", meint Zuba im Interview. Daher sei das Immunisierungsniveau in Österreich auch "deutlich zurückgegangen". Trotzdem sei die Booster-Impfung der "beste Pfeil im Köcher", so Zuba. Aktuelle Studien würden demnach die Wirkung des dritten Stichs gegen Omikron bestätigen.

Angela PerkonigQuelle: Redaktion / pea