APA - Austria Presse Agentur

Keine Quarantäne mehr für Geimpfte in Wien

05. Juni 2021 · Lesedauer 2 min

Erleichterung bei Quarantäne-Regen in Wien: Geimpfte werden in Wien nun automatisch als Kontaktpersonen der Kategorie zwei eingestuft und müssen nicht mehr in Quarantäne.

Wer engen Kontakt mit einer infizierten Person hatte, muss aktuell zwei Wochen in Quarantäne. Mit einer "gültigen" Impfung (also ab 22 Tagen nach der Erstimpfung) kann man sich dies in Wien nun ersparen, erklärt Ursula Karnthaler vom Gesundheitsdienst der Stadt (MA 15) gegenüber Radio Wien. Denn mit der Erstimpfung gilt man automatisch als Kontaktperson der Kategorie zwei (K2). "Das bedeutet, eine Impfung, bei der man von einem Schutz ausgehen kann: Das ist ab dem 22. Tag nach der Erstimpfung", so die Gesundheitsbeamtin.

Zunächst gelten die Erleichterungen bis zur Zweitimpfung, falls eine vorgesehen ist, und danach weitere sechs Monate - also wie beim "Grünen Pass". Unnötige Kontakte solle man zwar auch als K2-Kontaktperson einschränken, so Karnthaler, aber "das ganz normale Leben kann ich führen wie auch sonst." Allerdings muss dabei außerhalb des privaten Wohnbereichs eine FFP2-Maske getragen werden, zumindest dort, wo man anderen Menschen begegnet.

"Freitesten" am zehnten Tag

Grunsätzlich wäre eine "Verkehrsbeschränkung" für K2-Personen möglich. Damit könnte beispielsweise der Besuch von Gemeinschaftseinrichtungen und Versammlungsorten verboten werden, oder auch die Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel. Das werde werde in Wien jedoch nicht gemacht, sagt die Covid-19-Projektleiterin des Gesundheitsdienstes. Die Einschränkungen, wie die FFP2-Maskenpflicht, gelten üblicherweise für 14 Tage. Am zehnten Tag kann man sich mittels PCR-Test davon "freitesten".

Diese Quarantäne-Erleichterungen gelten in Wien übrigens auch für Genesene - und zwar bis bis sechs Monate nach dem labordiagnostischen Erstnachweis. Diese Regelungen sind laut MA 15 in Wien bereits seit mehreren Wochen in Kraft. Sie folgen den Empfehlungen des Gesundheitsministeriums.

Quelle: Redaktion / hos