Königsberger-Ludwig: "Es war richtig, Impfung für alle freizugeben"

04. Juni 2021 · Lesedauer 2 min

Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ), Gesundheitslandesrätin in Niederösterreich, spricht im PULS 24 Interview mit Anchorwoman Alina Marzi über die niederösterreichische Strategie, die Pandemie zu bekämpfen.

Im April hatte Niederösterreich bekanntgegeben, die Impfung für alle öffnen zu wollen, seit Anfang Juni können sich auch 12- 15-Jährige anmelden. Damit steigt auch die Zahl der Menschen, die impfbar sind. Die Durchimpfungsrate werde dennoch halten, sagt Königsberger-Ludwig. Rund 67 Prozent der impfbaren Bevölkerung habe schon einen Termin oder einen Erststich erhalten. 

Von den 67.000 12- bis 15-Jährigen im Bundesland hätten sich schon 13.000 seinen Termin gebucht. Die Anmeldung läuft seit 1. Juni. Die Impfung für alle Altersgruppen freizugeben sei eine richtige Entscheidung gewesen, so Königsberger-Ludwig. Das habe den Menschen eine Perspektive gegeben und damit die Impfbereitschaft erhöht. 

Schleckertests in Kindergärten

Obwohl Niederösterreich derzeit recht niedrige Infektionszahlen hat, gebe es einige Cluster in Schulen und Kindergärten. Diese würden entstehen, weil es bei den Jüngeren oft schwer sei, die Regeln - wie etwa den Mindestabstand - durchzusetzen, sagt Königsberger-Ludwig. Man würde aber an den Schulen testen - und auch in den Kindergärten auf freiwillige Schleckertests setzen. Dieser Versuch läft bis 23. Juli. Danach werde man auf das Infektionsgeschehen schauen und erneut bewerten, sagt die Landesrätin.

Niederösterreich stehe derzeit gut da, aber anderen Bundesländern will Königsberger-Ludwig keine Tipps geben: "Die Bundesländer haben alle ihre Strategie". Das habe der Bund so entschieden, aber "jeder tut, was er kann". 

Quelle: Redaktion / koa