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Zugsunglück in Spanien: Mindestens 21 Tote

18. Jan. 2026 · Lesedauer 2 min

Bei einem schweren Eisenbahnunglück im Süden Spaniens sind am Sonntagabend mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen. Außerdem gebe es rund 30 Schwerverletzte, teilte Verkehrsminister Óscar Puente als vorläufige Bilanz in der Nacht auf Montag mit. Unweit der Gemeinde Adamuz in der andalusischen Provinz Córdoba waren zwei Hochgeschwindigkeitszüge nach einer Entgleisung kollidiert, berichtete die spanische Bahngesellschaft RENFE.

Der Unfall ereignete sich am Sonntag gegen 19.40 Uhr. Ein Iryo-Hochgeschwindigkeitszug der italienischen Gesellschaft Trenitalia ist laut RENFE auf dem Weg von Málaga nach Madrid entgleist und in das benachbarte Gleis geraten. Ein entgegenkommender Hochgeschwindigkeitszug von RENFE sei daraufhin ebenfalls aus den Schienen gesprungen.

Unter den Todesopfern ist den amtlichen Angaben zufolge einer der Lokführer. Zahlreiche Fahrgäste waren demnach noch Stunden nach dem Unfall in den Zügen eingeschlossen. Die Rettungseinsätze seien aber kurz nach Mitternacht beendet worden, sagte einer der Helfer dem TV-Sender RTVE.

Der Verkehr auf der wichtigen Strecke zwischen Madrid und Andalusien ist laut RENFE mindestens bis einschließlich diesen Montag unterbrochen. Die Ursache des Unfalls blieb zunächst unklar.

Beileid von von der Leyen

"Die Regierung arbeitet gemeinsam mit den zuständigen Behörden und den Rettungsdiensten daran, den Fahrgästen zu helfen", schrieb der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez auf der Plattform X.

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, sprach den Familien und Angehörigen der Opfer sowie dem spanischen Volk ihr Beileid aus. "Den Verletzten wünsche ich eine schnelle und vollständige Genesung. In dieser Nacht seid ihr in meinen Gedanken", schrieb sie auf X auf Spanisch.

Zusammenfassung
  • Bei einem Zugunglück in der andalusischen Provinz Córdoba starben am Sonntagabend mindestens 21 Menschen und rund 30 weitere wurden schwer verletzt.
  • Zwei Hochgeschwindigkeitszüge kollidierten nach der Entgleisung eines Iryo-Zugs nahe Adamuz, wobei auch einer der Lokführer ums Leben kam und viele Passagiere stundenlang eingeschlossen waren.
  • Der Zugverkehr zwischen Madrid und Andalusien bleibt mindestens bis Montag unterbrochen, während die Unfallursache weiterhin unklar ist und Spitzenpolitiker wie Pedro Sánchez und Ursula von der Leyen ihr Beileid bekundeten.