Fidler zu Vorarlberg: "Anstiege haben mit Gastro-Öffnung nichts zu tun"

26. Apr 2021 · Lesedauer 1 min

Die "Modellregion" Vorarlberg hat mittlerweile die höchste 7-Tages-Inzidenz von Österreich.

Seit Wochen dürfen die Vorarlberginnen und Vorarlberger das Leben auch beim Wirt wieder genießen – mit einem negativen Testergebnis. Die Zahlen stiegen, die 7-Tages-Inzidenz ist mittlerweile mit 235 die höchste in ganz Österreich. Das liege laut Public-Health-Experte Armin Fidler aber nicht an der Gastronomie oder anderen Öffnungsschritten. Im PULS 24-Interview sagt Fidler: "Die Fallanstiege haben mit der Gastro-Öffnung, wie auch oft im Osten kolportiert wird, absolut nichts zu tun." Dafür verantwortlich seien andere Dinge. Unter anderem habe sich mittlerweile auch in Vorarlberg die britische Mutation durchgesetzt – mit einer Verzögerung von zwei bis drei Wochen nach dem Rest des Landes.

Die Cluster, die nun für den Anstieg der Inzidenz gesorgt haben, "kamen aus dem Erziehungsbereich und durch undisziplinierten Verhalten im Familien- und Freundeskreis", erklärt er. Ein weiteres Cluster durch den Bruch der Quarantäne.

Wieder zusperren sollte man laut Fidler definitiv nicht. Da man nur mit einem Test in ein Gasthaus kann, "erreicht man viele Menschen, die man sonst nicht erreichen würden", sagt Fidler und ergänzt: "Würde man schließen, wären viele Menschen nicht getestet, die sich jetzt wegen der Gastro testen lassen."

Quelle: Redaktion / moe