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Deutschland: Serientäter sperrte Frau tagelang ein und vergewaltigt sie

04. Nov. 2022 · Lesedauer 2 min

Im Fall eines mutmaßlichen Serientäters, der eine Frau in Deutschland über Tage festgehalten und vergewaltigt haben soll, gehen die Ermittler von mindestens zwei weiteren mutmaßlichen Opfern aus.

Dies sagte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Heilbronn am Freitag. Bei ihnen handle es sich um Frauen. Die Ermittler prüfen derzeit, inwiefern es noch weitere Betroffene gibt.

Frau sich über einen Bekannten retten

Ein 37-jähriger soll in Walldürn im Norden Baden-Württembergs eine 26-Jährige vom 15. Oktober bis in die Nacht auf den 19. Oktober gegen ihren Willen festgehalten und sich an ihr vergangen haben. Der 23 Jahre alte Bruder des Mannes soll ihm dabei geholfen haben.

Dem Opfer sei es schließlich gelungen, mit einem Telefon von dem Anwesen aus eine Bekannte anzurufen, die über den Notruf die Polizei alarmiert habe, sagte der Sprecher. Der Bekannten soll die junge Frau geschildert haben, sie werde gegen ihren Willen festgehalten und fürchte um ihr Leben. Zu den Verletzungen und dem Zustand der Frau machten die Ermittler zunächst keine Angaben.

Ermittlungen zeigten weitere Opfer

Der Verdacht auf weitere mutmaßliche Opfer ergab sich den Angaben der Staatsanwaltschaft zufolge bei der Durchsuchung des Tatorts und den weiteren Ermittlungen. Mindestens einer der beiden deutschen Verdächtigen soll in dem Anwesen in Walldürn (Neckar-Odenwald-Kreis) gelebt haben. Die Verdächtigen hätten sich teilweise zur Sache geäußert, sagte der Sprecher.

Unterbringung in psychiatrische Klinik

Dem 37-jährigen Mann wird Geiselnahme in Tateinheit mit besonders schwerer Vergewaltigung und gefährlicher Körperverletzung vorgeworfen. Er ist mit einem Unterbringungshaftbefehl in eine psychiatrische Klinik gebracht worden. Dies deutet darauf hin, dass der Mann womöglich psychisch krank ist oder zur Tatzeit vermindert schuldfähig war. Nähere Angaben machten die Ermittler dazu auf Anfrage zunächst nicht. Der 23 Jahre alte Bruder des Mannes soll bei den mutmaßlichen Taten Hilfe geleistet haben. Er wurde wegen des Verdachts auf Beihilfe verhaftet und in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Quelle: Agenturen / Redaktion / poz