Demo vor Fellner-Verlagshaus gegen Frauenmorde und Sexismus

11. Mai 2021 · Lesedauer 2 min

Eine Demo gegen die jüngsten Frauenmorde bzw. Femizide hielt am Montagabend auch eine Kundgebung vor dem Verlagshaus der Mediengruppe "Österreich" ab.

Rund 450 Teilnehmer fanden sich am Montagabend vor dem Verlagshaus der Mediengruppe "Österreich" von Wolfgang Fellner ein. Die Demo protestierte nicht nur gegen den Sexismus von Fellner, der aufgrund von Vorwürfen der sexuellen Belästigung in die Medien geraten ist, sondern auch gegen die "ebenso sexistische Berichterstattung über Feminizide", wie die Veranstalter auf Twitter mitteilten.

Die Demo hatte sich gegen 18 Uhr am Karlsplatz bzw. beim Resselpark versammelt. Von dort zogen die Teilnehmer zunächst in Richtung der deutschen Botschaft in der Gauermanngasse. Daran wurde der Demozug jedoch von der Polizei gehindert.

Die Abschlusskundgebung fand dann ab ca. 20 Uhr vor dem Gebäude der Mediengruppe "Österreich" statt. Die Kundgebung mit rund 450 Teilnehmern endete gegen 20.20 Uhr, wie ein Polizeisprecher gegenüber PULS 24 bestätigte. Es gab keine Zwischenfälle.

Vorwürfe gegen Medienmacher Fellner

Wolfgang Fellner ist seit den vergangenen Wochen wegen zwei Prozessen im öffentlichen Fokus. Die ehemalige oe24-Moderatorin Raphaela Scharf wirft ihm sexuelle Belästigung vor. Fellner klagte auf Unterlassung und kündigte Scharf fristlos, die gegen die Entlassung klagte.

Im Interview mit PULS 24 Infochefin Corinna Milborn sprach nicht nur Scharf sondern auch die Moderatorin und ehemalige oe24-Mitarbeiterin Katia Wagner über ihre Erfahrungen mit Wolfgang Fellner. Dieser hat inzwischen bekannt gegeben, sich bis zur Klärung der Vorwürfe von der Moderation von "Fellner Live" zurückzuziehen.

Auf eine Einladung zum Interview durch Corinna Milborn hat Fellner bisher nicht reagiert. Für ihn gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung.

Milborn Spezial zur Causa Wolfgang Fellner – Katia Wagner und Raphaela Scharf im Interview

Bei PULS 24-Infochefin Corinna Milborn melden sich erstmals im TV die ehemaligen Mitarbeiterinnen Raphaela Scharf und Katia Wagner zu Wort.

Quelle: Redaktion / hos