APA - Austria Presse Agentur

Corona-Ampel: Ab sofort hohes Infektionsrisiko in ganz Österreich

09. Sept 2021 · Lesedauer 2 min

Die Corona-Ampel wird für den Staat Österreich auf "orange" geschalten. Das heißt, es herrscht "hohes Risiko".

Nur in einzelnen Bundesländern wird das Risiko gelb, also mittel eingestuft. Das ist in Kärnten, Niederösterreich, der Steiermark und Tirol der Fall. Neu rückte das Burgenland in den orangen Bereich.

Aktuell wurden am Donnerstag in Österreich über 2.350 neue Fälle verzeichnet, 188 Menschen müssen intensivmedizinisch versorgt werden. 

Risiko an Intensivstationen in Wien am größten

Was die risikoadjustierte 7-Tages-Inzidenz angeht, hat aktuell Salzburg mit rund 188 den schlechtesten Wert. Das Systemrisiko an den Intensivstationen ist mit prognostizierten 22 Prozent Auslastung in Wien am Ungünstigsten. Auch die aktuellen knapp 14 Prozent in der Bundeshauptstadt sind der höchste Wert.

Zahlen steigen trotz weniger Tests

Der Trend bei den Infektionszahlen geht fast im ganzen Land nach oben. Einzig in Vorarlberg gilt die Lage als stabil. Dabei bleibt die Zahl der Testungen so gut wie überall niedrig. Den höchsten Wert gemessen auf 100.000 Einwohner haben Salzburg mit knapp über und Wien mit knapp unter 40.000, in Tirol sind es als Ausreißer nach unten nicht einmal 13.000.

Abgeklärt sind knapp zwei Drittel (64 Prozent) aller Fälle. Asymptotisch sind gut ein Drittel (34 Prozent) aller festgestellten Infektionen.

Problemkind Braunau 

Der Bezirk mit der höchsten (risikoadjustierten) Inzidenz ist derzeit Braunau am Inn (360). Gmünd in Niederösterreich hat die niedrigste (14).

Gartlehner: Gesellschaft muss vor Ungeimpften geschützt werden

Für Epidemiologe Gerald Gartlehner kommen die Corona-Maßnahmen der Regierung zu langsam und gehen nicht weit genug. Die Impfquote könne man nur erhöhen, wenn das Leben für Ungeimpfte unbequemer wird.

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam