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ÖFB-Team will zehnten Sieg im 25. Duell mit Frankreich

20. Sept. 2022 · Lesedauer 2 min

Österreichs Fußball-Nationalmannschaft gilt im Nations-League-Spiel am Donnerstag im Stade de France gegen Frankreich aufgrund der großen Klasse des Gegners als klarer Außenseiter. Auch die Statistik stempelt die ÖFB-Auswahl zum Underdog - die Gesamtbilanz gegen den regierenden Weltmeister steht bei neun Siegen, drei Unentschieden und zwölf Niederlagen.

Dass diese Bilanz aus österreichischer Sicht nicht völlig trostlos wirkt, liegt vor allem am positiven Abschneiden in ferner Vergangenheit. Von 1925 bis 1945 gingen die ersten sechs Duelle mit Frankreich zum Teil deutlich an Österreich. Zuletzt gab es im Juni mit dem 1:1 im Happel-Stadion immerhin einen Achtungserfolg, im Prater glückte auch im September 2008 in der EM-Qualifikation mit einem 3:1 der bisher letzte Erfolg über die Franzosen. In den sechs Partien davor hatte es bei fünf Niederlagen nur zu einem Remis gereicht.

Alaba mit besonderen Erinnerungen

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Gegen Frankreich setzte es schon bittere Pleiten, so etwa das 0:1 in der Zwischenrunde der WM 1982 oder die Niederlagen in der Qualifikation für die WM 1994 (0:1/heim, 0:2/auswärts). Dafür blickt David Alaba der Partie wohl besonders positiv entgegen - er debütierte am 14. Oktober 2009 in der EM-Quali im Stade de France gegen Frankreich für das ÖFB-A-Team. Im selben Stadion gewann der Wiener im vergangenen Mai mit Real Madrid die Champions League.

Alabas Clubkollege Karim Benzema fehlt ebenso verletzt wie Paul Pogba, Adrien Rabiot (beide Juventus), N'Golo Kante (Chelsea), Hugo Lloris (Tottenham), Kingsley Coman, Lucas Hernandez (beide FC Bayern), Theo Hernandez (AC Milan) und Presnel Kimpembe (Paris Saint-Germain). Trotz der Abwesenheit dieser Klassespieler verfügen die Franzosen noch immer in jedem Mannschaftsteil über herausragende Qualität - gerade diese Kaderdichte macht den Titelverteidiger zu einem der Top-Anwärter auf den Gewinn der WM-Trophäe.

Frankreich unter Druck

Vor der Endrunde in Katar ab November besteht für die Franzosen aber noch Steigerungspotenzial, wie ein Blick auf die bisherigen vier Partien dieser Nations-League-Auflage zeigt. Der aktuelle Champion dieses Bewerbs liegt mit nur zwei Punkten am Tabellenende von Gruppe A und hat damit keine Chance mehr auf einen neuerlichen Gewinn des neuen Bewerbs.

Sollte die Truppe des seit 2012 amtierenden Teamchefs Didier Deschamps in den letzten beiden Spielen nicht mehr vom letzten Platz wegkommen, wäre sie bei der nächsten Nations-League-Auflage nur noch zweitklassig. Im Falle eines österreichischen Sieges wären die "Bleus" sogar schon vor der letzten Partie am Sonntag in Dänemark fix in Liga B.

Quelle: Agenturen / mpa