APA - Austria Presse Agentur

Cluster-Analyse: Mehrheit der Fälle nicht mehr nachverfolgbar

09. Nov 2021 · Lesedauer 2 min

Die Corona-Zahlen sind in den letzten Wochen explodiert. Die Mehrzahl der geklärten Fälle sind laut epidemiologischer Abklärung der AGES auf den Haushalt zurückzuführen. Allerdings sinkt die Zahl der Corona-Fälle, bei denen die Quelle bestimmt werden kann - vor allem in den Hochrisiko-Bundesländern.

Seit einigen Wochen steigen die Corona-Zahlen in Österreich rasant an. Auch die Auslastung in den Spitälern und Intensivstationen stieg zuletzt rapide - am Dienstag wurden österreichweit bereits mehr als 400 Intensivpatienten gemeldet. Schuld an dem Anstieg ist laut Experten vor allem die niedrige Impfrate.

Angesichts der hohen Zahl an täglichen Neuinfektionen wird auch die Fallabklärung der Infektionsquelle immer schwieriger. Laut aktuellen Erhebungen der AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) erfolgten die Ansteckungen in der Kalenderwoche 43 (28. bis 31. Oktober) zu knapp 71 Prozent im Haushalt. An zweiter Stelle folgt die Freizeit mit 9,3 Prozent der Fälle sowie das Bildungssetting (Schulen und Universitäten).

Ansteckungen bei der Arbeit machen 3,5 Prozent der aufgeklärten Fälle aus, der Gesundheits- und Sozialbereich 2,2 Prozent und der Hotelerie- und Gastro-Bereich 1,9 Prozent der zurückverfolgten Fälle.

AGES

Mehrheit der Fälle nicht mehr nachverfolgbar

Wie aussagekräftig die Erhebungen über das Ansteckungssetting sind, ist allerdings schwer einzuschätzen. Laut aktuellem Stand ist österreichweit nur bei knapp 40 Prozent der Corona-Ansteckungen die Quelle bzw. das Setting (Haushalt, Arbeit, etc.) bekannt.

AGES

Am höchsten ist die Aufklärungsquote aktuell in Wien mit 61 Prozent, gefolgt von Kärnten (58 Prozent) und dem Burgenland (52 Prozent). Dem gegenüber steht Oberösterreich, wo nur bei 27 Prozent der Fälle die Ansteckungsquelle geklärt ist. Ähnlich schlecht ist die Aufklärungsquote in der Steiermark mit 29 Prozent und Tirol mit 30 Prozent.

Salzburg - gemeinsam mit Oberösterreich das Bundesland mit der höchsten Inzidenz - liegt mit einer Aufklärungsquote von knapp 46 Prozent immerhin noch deutlich über dem Durchschnitt.

Stephan HoferQuelle: Redaktion / hos