Queen Elizabeth II. beim Begräbnis ihre Mannes Prinz Philip
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Philips Begräbnis: Queen bewahrte Haltung, Aufregung um William und Harry

17. Apr 2021 · Lesedauer 3 min

Prinz Philip, der Mann der Queen, wurde am Samstag in der St. Georges Chapel im Schloss Windsor zu Grabe getragen. Die Zeremonie war corona-bedingt sehr klein, im Rahmen der engsten Familie. Beim Begräbnis der Fels in der Brandung: Die Queen, die im letzten Moment noch den Terminplan kippte. Und auch Harry und William sorgten für Aufregung.

Queen Elizabeth II. ist nach 73 Ehejahren allein. Am heutigen Samstag hat sie ihren Ehemann, Prinz Philip zu Grabe getragen. Sie meisterte die Zeremonie wie das meiste in ihrem Leben - mit enorm viel Haltung. Laut Hofzeremoniell stünde der Queen eine achttägige Trauerperiode zu. Diese hat die 94-Jährige nach der Hälfte der Zeit, schon vor dem Begräbnis, gebrochen - um einen ihrer längstgedienten Angestellten in die Pension zu verabschieden. 

Queen schloss sich in letzter Minute dem Trauerzug an

Auch rund eine Stunde vor dem Begräbnis stellte sich die Queen noch einmal auf die Beine und zeigte mehr Haltung, als geplant gewesen wäre. Laut Protokoll wäre Elizabeth zur Kapelle gefahren worden, während ihre Söhne und Enkelsöhne den Sarg in einem Trauerzug zu Fuß begleiten. Die Regimenter hatten schon Aufstellung bezogen, um Philip die letzte Ehre zu erweisen, als man plötzlich erfuhr, dass Elizabeth doch beim letzten Weg ihres Mannes dabei sein wird. Der Bentley mit der Queen, die die vorgeschriebene Corona-Maske in schwarz trug, reihte sich hinter ihren Nachkommen ein. Der Wagen folgte dem Land Rover mit dem Sarg, den Prinz Philip für sein Begräbnis selbst mitdesignt hatte. 

Bei der Messe saß Elizabeth ganz allein im Gestühl - am Platz, der am nähesten beim Sarg war. Erst einige Sessel neben ihr hatte ihr Sohn Andrew Platz genommen. 

Das Begräbnis in Bildern:

Apropos selbst-designter Leichenwagen - die Handschrift Philips war bei der ganzen Zeremonie zu spüren. Er hatte die Musik ausgewählt - es kam zum Beispiel ein Stück vor, das auf seinen Wunsch komponiert wurde und das schon einmal an seinem 75. Geburtstag zu hören gewesen war. Und selbst der Sarg aus englischer Eiche, ausgekleidet mit Blei, war unter seiner Aufsicht bereits vor rund 30 Jahren gebaut worden. Der für die Queen steht übrigens auch schon bereit. 

Harry und William - Brüderzwist beigelegt?

Mit Spannung wurde der Auftritt der royalen Brüder Harry und William erwartet. Sie sollen seit dem Skandal-Interview von Harry und Meghan, in dem sie den Royals Rassismus vorwarfen, nicht mehr miteinander gesprochen haben. Und wirklich, alle Gerüchte schienen bestätigt. Beim Trauerzug ging der älteste Cousin der Brüder, Peter Philips zwischen ihnen. Dem Vernehmen nach soll die Queen persönlich dafür verantwortlich sein. Nach dem Begräbnis war aber dann alles anders. William und Harry verließen redend die Kirche, danach waren auch Harry, Kate und William im Gespräch zu sehen. 

Rote Augen bei Charles und Anne

Die Zeremonie wurde im TV übertragen. Als die Kamera einmal aufs Gesicht der Queen zoomte, senkte sie den Kopf, wie, um Tränen zu verstecken. Doch die Augen der Monarchin blieben trocken. Anders war es bei ihren Kindern. Prinzessin Anne hatte hinter ihrem schwarzen Halbschleier Tränen in den Augen. Auch Prinz Charles, der Thronfolger saß mit rotgeränderten Augen in der Kirche. 

Prinz Philip wurde mit 99 in der Gruft der St. Georges Chapel zur Ruhe gebettet. Die letzte ist es allerdings nicht. Denn wenn die Queen stirbt, wird er auch er umgebettet und wird neben ihr zu liegen kommen. 

Der Live-Ticker vom Begräbnis zum Nachlesen: 

Marianne LamplQuelle: Redaktion / lam