Fidler glaubt nicht, "dass Sperrstunde um 22 Uhr noch viel bringt"

26. Jan. 2022 · Lesedauer 2 min

Public-Health-Experte begrüßt die Aufhebung des Lockdowns für Ungeimpfte. Die 2G-Regel solle im öffentlichen Raum, Handel und Gastro beibehalten werden. Dafür sieht er wenig Sinn in der Beibehaltung der Sperrstunde.

Die Aufhebung des Lockdowns für Ungeimpfte, wie ihn Kanzler Karl Nehammer (ÖVP) und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) am Mittwoch verkündeten, ist für Public-Health-Experte Armin Fidler ein folgerichtiger Schritt.

 

Der Lockdown für Ungeimpfte sei in Zeiten der Delta-Variante beschlossen worden. Damals war das Coronavirus weniger ansteckend, sorgte dafür aber öfters für schwere Verläufe. Von der Impfpflicht war zu diesem Zeitpunkt noch keine Rede. Mit der Omikron-Variante habe sich auch die pandemische Situation geändert und mit der Impfpflicht mache der Lockdown auch keinen Sinn mehr.

2G-Regel weiterhin wichtig

Die 2G-Regel sieht Fidler weiterhin als "absolut relevant" an, wenn es um Bereiche geht, in denen man mit anderen Menschen zusammen ist: "Das ist im öffentlichen Verkehr, das ist im Handel, in den Restaurants, etc.", so der Experte, der auch Teil der Ampel-Kommission ist. Er meint allerdings: "Man kann andere Dinge hinterfragen wie z.B. die Sperrstunde."

Er habe die Sperrstunde nie nachvollziehen können, meint er im Gespräch mit PULS 24 Anchorwoman Bianca Ambros. "Ganz einfach, weil die Leute, die ja schon vorher drin sind mit einer 2G-Regel - ob die noch zwei Stunden länger sitzen oder nicht, das ist völlig egal", meint Fidler. Die Gefahr bestehe vielmehr, "dass die Leute dann woanders hingehen und sich mit anderen Leuten mischen" und dadurch das Virus weiterverbreiten.

Wichtig seien Zugangsbeschränkungen - "2G oder von mir aus auch 2G-plus", so Fidler - so dass man sicher gehen könne, "dass zum gegebenen Zeitpunkt, wo sich Menschen treffen, ein hohes Maß an Sicherheit besteht", betont er.

Stephan HoferQuelle: Redaktion / hos