Ski-Saison ganz im Zeichen der Teuerung

21. Dez. 2022 · Lesedauer 3 min

Sepp Schellhorn, Hotelier und Gastronom, sieht sich für die kommende Wintersaison gut vorbereitet. Die Beschneiung der Pisten sei im volle Gange, die Buchungslage gut. Trotzdem rechnet er mit Umsatzeinbußen. Georg Bliem, Geschäftsführung bei den Planai-Hochwurzen-Bahnen, findet man schuldet den Gästen, trotz Energiekrise und Teuerungen, ein volles Angebot.

Hotelier und Gastronom Sepp Schellhorn ist für die Weihnachtsfeiertage "durchaus positiv gestimmt", obwohl er mit einem Umsatzminus rechnet. Bisher habe der maschinelle Schnee gut erzeugt werden können, auch das Wetter habe mitgespielt. Bis nach den Weihnachtsferien sei "alles wunderbar" mit der Buchungslage.

Danach stehe den Unternehmer:innen ein "relativer Blindflug" bevor. Man habe mit kurzfristigen Buchungen und einer einsetzenden Konsumschwäche nach den Weihnachtsfeiertagen zu kämpfen, erzählt er im PULS 24 Interview. Es stehe das "klassische Jännerloch" bevor. Schellhorn hofft auf eine "knackige" Wintersaison, auch wenn sie wahrscheinlich kurz werden wird. 

Gäste sparen in der Skihütte

Die Teuerungen treffen den Hotelier sehr, erzählt Schellhorn, weshalb er die Preise erhöhen musste. Auch seinen Mitarbeiter:innen müsse er mehr zahlen, schuld daran sei der Fachkräftemangel. Der Hotelier rechnet zudem mit Umsatzeinbußen von 15 bis 20 Prozent: "Der Skiurlaub ist nicht mehr billig, Winterurlaub ist nicht billig, die Skikarten sind (...) teurer geworden, wo fängt man da zum Sparen an? Bei der Konsumation in den Skihütten", so Schellhorn. 

Als Unternehmer müsse er schwarze Zahlen schreiben. Um das zu schaffen, müsse er beim Personal sparen, sagt der Gastronom. 

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Schladming: Schnee bis Ostern

An eine gute Wintersaison glaubt auch Georg Bliem, Geschäftsführung bei den Planai-Hochwurzen-Bahnen. Im Gespräch mit PULS 24 schwärmt er, in Schladming sei man mit der "Schneelage gut in der Spur". Die Beschneiung sei fast abgeschlossen. Selbst wenn die Temperaturen nach oben gehen, sieht Bliem kein Problem, denn selbstgemachter Schnee sei 10-mal widerstandsfähiger. Er rechnet mit genug Schnee bis Ostern. 

2,3 Millionen Euro für 2,3 Millionen Kubikmeter Kunstschnee

43 Hektar werden beschneit, dafür brauche man ca. 2,3 Millionen Kubikmeter Schnee, 1,9 seien schon produziert, so Bliem. Die Kosten dafür seien 2,3 Millionen Euro, im neuen Jahr könnten es durch die Teuerungen mehr werden.

Liftbetrieb und Beschneiung lohne sich trotzdem, man sei es den gebuchten Gästen schuldig, ein volles Angebot zu liefern. Wegen der Energiekrise habe man aber beschlossen, nachmittags die Geschwindigkeit der Lifte von sechs auf vier Meter pro Sekunde zu drosseln.

Astrid PozarekQuelle: Redaktion / poz