Schellhorn: "Sommer wird hart" für Tourismus

19. Mai 2022 · Lesedauer 2 min

"Dieser Sommer wird hart", meint Hotelier und Gastronom Sepp Schellhorn im Newsroom LIVE. Einerseits durch die hohe Teuerung und andererseits durch den enormen Mitarbeitermangel in der Branche.

"Primär geht es nicht nur um die Energiekosten", sagt Sepp Schellhorn im Interview zur Teuerung. Auch im Tourismus habe man bereits die Preise erhöhen müssen. Dazu komme laut dem Hotelier, dass die Flugpreise dieses Jahr vergleichsweise niedrig sein werden, da die Fluglinien ihre Kerosinpreise bereits vor einem Jahr fixiert hätten. Das bedeute, das "diesen Sommer uns die ganze Welt als Konkurrent dasteht", erklärt Schellhorn

Zusätzlich sei der Sommer auch die Jahreszeit, die in Österreich "nicht so hoch ausgelastet ist". In einem normalen Winter komme man bei weniger Monaten auf mehr Nächtigung, meint Schellhorn. Nach Corona müsse sich die Branche die Frage stellen: "Wollen wir eigentlich noch einmal diese 150 Millionen Nächtigungen, die wir vor Corona gehabt haben oder müssen wir uns davon verabschieden". Schellhorn fordert hier eine Zielrichtlinie von der Politik als Richtwert.

Branche habe "viele Fehler gemacht"

Zu alledem komme laut Schellhorn noch der Mitarbeitermangel. "Es gelingt und nicht die gewünschte Dienstleistung gut zu befriedigen", sagt er im Newsroom LIVE. Vor allem in der Ferienhotellerie "schwimmen wir so dahin". Die Branche habe hier in der Vergangenheit "viele Fehler gemacht".

Dennoch könne er den Vorwurf, dass die Branche zu wenige zahle, nicht nachvollziehen. "Das geringste Gehalt, den ich auszahle für einen Mitarbeiter bei fünf Tagen für 40 Stunden sind 2.800 brutto", sagt Schellhorn. Davon bleibe dem Mitarbeiter allerdings nur 1.900 Euro netto übrig. Das Problem sei daher, dass "netto so wenig übrigbleibt", kritisiert der Gastronom. Auch müsste laut Schellhorn die Politik tätig werden.

Angela PerkonigQuelle: Redaktion / pea