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Griechenland, Spanien, Schweiz: Zahlreiche Waldbrände nach Hitzewelle

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Die Hitzewelle spitzt sich weiter zu: Nach Extremtemperaturen brechen im Mittelmeerraum immer wieder Feuer aus. Auch in der Schweiz kämpft die Feuerwehr aktuell gegen einen Waldbrand.

Die aktuelle Hitzewelle hält Europa in Schach: Die gesamte Nordhalbkugel, aber vor allem der Mittelmeerraum leidet unter den extremen Temperaturen. Am Montag warnte die WHO davor, dass man dringend Maßnahmen gegen die Klimakrise setzen müsse. Die Hitze bringt Gesundheit und Leben in Gefahr.

Nach der langen Trockenzeit und der extremen Hitze brechen seit dem Wochenende in Europa immer wieder Feuer aus. In Griechenland, Italien, Spanien und der Schweiz wüten bereits Flammen.  

Griechenland: Mehrere große Wald- und Buschbrände

Im Großraum Athen sind am Montag mehrere große Wald- und Buschbrände ausgebrochen. Die griechische Feuerwehr spricht von aktuell rund 20 Bränden, die auch bewohnte Regionen bedrohen. Der Großteil konnte aber in der Nacht auf Dienstag unter Kontrolle gebracht werden.

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Zahlreiche Einwohner mussten evakuiert werden. Betroffen sind auch Kinder- und Sommerlager, außerdem breiteten sich Flammen in Richtung der Badeorte Lagonissi, Anavyssos, Saronida sowie in dem für seine Heilbäder bekannten Ort Loutraki aus.

Auf Bildern ist bereits zu sehen, dass Häuser abgebrannt sind. Durch die starke Rauchbildung musste auch die Autobahn zwischen Patras und Athen auf der Höhe der Stadt Loutraki vorübergehend gesperrt werden.

Sorgen bereiteten aktuell noch zwei Brände, die rund zehn und etwa 80 Kilometer westlich Athens am Montag ausbrachen.

Schweiz: Feuer im Oberwallis

Auch in der Schweiz kämpfen Feuerwehrleute gegen einen Waldbrand in Oberwallis an. Dieser ist am Montagabend ausgebrochen. Am Dienstagvormittag wurden die Löscharbeiten nochmals intensiviert – unter anderem mit Helikoptern. Über Nacht hatte der Wind aber nachgelassen, daher breiten sich die Flammen aktuell nicht so schnell aus.

Die Einsatzleitung schätzt, dass es sich um ein Brandgebiet von etwa 100 Hektar handelt. 205 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Soweit blieben aber alle Häuser unversehrt und es wurden keine Menschen oder Tiere verletzt, berichtet der Schweizer Rundfunk.

Spanien: Brand auf Touristeninsel La Palma

Seit Samstagfrüh wütet auch ein Brand auf der spanischen Kanaren-Insel La Palma. Etwa 4.700 Hektar Wald und 20 Häuser wurden dort bereits zerstört. Die Flammen breiten sich nun zwar etwas langsamer aus, waren aber am Dienstagvormittag nach wie vor aktiv, heißt es vom spanischen Umweltministerium auf Twitter.

Am Montagabend waren noch Bilder von den glimmenden Flammen zu sehen.

4.200 Menschen mussten ihre Häuser verlassen, ein Großteil durfte aber Sonntagabend zurückkehren.

Italien: Feuer am Flughafen von Catania ausgebrochen

Auf dem Flughafen der sizilianischen Stadt Catania ist am Sonntagabend ebenfalls ein Brand ausgebrochen. Wegen des starken Rauchs musste der Flughafen evakuiert werden. Passagiere und das Personal des Flughafens mussten die Terminals verlassen. Dabei kam es zu Panik, einige Passagiere erlitten leichte Rauchgasvergiftungen, berichteten italienische Medien.

Der Flughafen bleibt nun bis Mittwoch geschlossen. Was genau der Auslöser für den Brand war, ist noch unklar. Sizilien ist aktuell aber einer der heißesten Orte in Europa. Dort werden nach Angaben der europäischen Raumfahrtbehörde ESA Temperaturen von bis zu 48 Grad erwartet. Der italienische Wetterdienst warnte vor "einer der intensivsten Hitzewellen aller Zeiten".

ribbon Zusammenfassung
  • Die Hitzewelle spitzt sich weiter zu: Nach Extremtemperaturen brechen im Mittelmeerraum immer wieder Feuer aus.
  • Auch in der Schweiz kämpft die Feuerwehr aktuell gegen einen Waldbrand.

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