Trefelik: "Auf die Sackerldichte kommt es an"

02. Jan. 2023 · Lesedauer 2 min

Der Handel hat sich zwar normalisiert, aber die Inflation habe das Plus des Weihnachtsgeschäfts aufgefressen. Im Interview zeigt sich Rainer Trefelik optimistisch für das Verkaufsjahr 2023.

Das Weihnachtsgeschäft war unter den schwierigen Rahmenbedingungen ein Gutes, sagt der Handelsobmann der Wirtschaftskammer Rainer Trefelik im Interview mit PULS 24 Anchor Jakob Wirl. Finale Zahlen gäbe es noch nicht, die Stimmung war aber gut. 

Die Coronakrise normalisiert sich langsam, große Events wie der Wiener Silvesterpfad würden wieder stattfinden, die Besucherfrequenz in den Einkaufsstraßen Österreichs normalisiere sich wieder. 

Auf die "Sackerldichte" komme es an, von der Anzahl der Einkäufer könne der Handel nicht leben, sagt Trefelik. 2022 habe der Handel eine andere Kostensituation als 2019 - auch wenn die Zahlen von vor drei Jahren erreicht würden, wäre die Situation trotzdem schwierig.

APA/FLORIAN WIESER

Events, wie der Wiener Silvesterpfad, füllen die Straßen und kurbeln den Handel an. 

Trend geht zum Gutschein

Die Menschen kauften bewusster ein, auf Geschenke wurde nicht verzichtet. "Die Wunschlisten wurden bewusst gelesen", Trendgeschenk des Jahres waren Gutscheine. Gutscheine würden die Menschen in den Handel bringen, die Beschenkten könnten sich so auch wirklich kaufen, was sie möchten. 

Zehn Prozent des Weihnachtsgeschäfts seien zwischen dem Heiligen Abend und Silvester umgesetzt worden und auch für den Jahresanfang erwartet man noch Umsätze, dank eingelöster Gutscheine. Diese hätten heuer mit 38 Prozent den ersten Platz bei den Geschenken belegt.

2023 werde herausfordernd

Verzögerungen mit Lieferketten würden den Handel seit zwei Jahren begleiten, durch die Öffnung von Chinas Außengrenzen könnte sich die Lage für den Handel 2023 entspannen. Auch würden chinesische Touristen den heimischen Handel ankurbeln. Die Energiekrise habe sich gegen Ende 2022 normalisiert, Trefelik blickt 2023 positiv entgegen. 

"Gleichzeitig steigen Personalkosten, Mieten und Energiekosten - was uns vor große Herausforderungen im Jahr 2023 stellen wird, da ab Februar die Kaufbereitschaft traditionell abnimmt", sagt Verbandsgeschäftsführer Rainer Will in einer Aussendung.

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Quelle: Agenturen / Redaktion / frn