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E-Control: Weniger Strom- und Gasanbieterwechsel im ersten Halbjahr

01. Aug. 2022 · Lesedauer 2 min

Im ersten Halbjahr haben 132.433 Strom- und Gaskundinnen und -kunden (sowohl Haushalte als auch Unternehmen) ihren Anbieter gewechselt. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es noch 182.087 Wechsel.

Die 104.000 Stromanbieterwechsel (darunter 69.000 Haushalte) führten zu einer Wechselrate von 1,7 Prozent. Beim Gas betrug die Rate mit 28.000 Kunden 2,2 Prozent (25.000 Haushalte). Das geht aus der aktuellen Marktstatistik der Energieregulierungsbehörde E-Control hervor.

Der starke Rückgang an Wechseln sei eine logische Folge der aktuellen Energiekrise, die seit Monaten stark steigende Energiepreise zur Folge hat. "Das hat sich zwar noch nicht voll auf die Preise für Haushaltskunden durchgeschlagen, aber vor allem jene Kunden, die noch "alte" Bestandskundentarife haben, ziehen einen Lieferantenwechsel derzeit nicht in Betracht", so E-Control-Vorstand Wolfgang Urbantschitsch in einer Presseaussendung.

Neukundentarife seien deutlich teurer und mit einem Preisrückgang sei in den nächsten Monaten nicht zu rechnen, sagte Urbantschitsch.

NÖ und OÖ mit hoher Wechselrate

Im Bundesländervergleich hatten Niederösterreich und Oberösterreich im ersten Halbjahr die höchsten Wechselraten. 2,3 Prozent der Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher haben einen neuen Lieferanten für Strom gefunden - beim Gas waren es 2,4 Prozent.

In Niederösterreich lag die Wechselrate beim Strom bei 2,2 Prozent und beim Gas bei 3,8 Prozent. Die niedrigste Wechselbereitschaft bei Strom gab es im "Ländle" mit 0,6 Prozent - bei Gas teilte sich Vorarlberg den letzten Platz mit Wien mit 1,4 Prozent.

Energiesparen für eine Senkung der Energiekosten

Alfons Haber, ebenfalls Vorstand der E-Control, betonte, dass das Energiesparen der einzige kurzfristig erfolgversprechende Faktor für eine Senkung der Energiekosten sei. Der E-Control-Chef rät zu den altbekannten Maßnahmen wie dem effizienten Befüllen von Waschmaschinen und dem Abschalten von Geräten, wenn diese nicht gebraucht werden. In Bezug auf die Raumwärme liege das größte Potenzial bei der Absenkung der Raumtemperatur sowie dem richtigen Lüften von Räumen.

Quelle: Agenturen / Redaktion / poz