DinosaurierAPA/AFP

Am Aussterben: Dinopark geht pleite

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Der Dinopark Agrarium im oberösterreichischen Steinerkirchen reiht sich in die Pleiten der vergangenen Wochen ein. Das beliebte Ausflugsziel steht kurz davor, einen Insolvenzantrag zu stellen, berichten die "Oberösterreichischen Nachrichten" (OÖN).

Auf der Webseite des Agrariums wird noch mit Urzeit-Riesen wie einem 14 Meter langem und vier Meter hohem Tyrannosaurus rex geworben, doch nun soll der rund 30 Jahre alte Park bald Geschichte sein. 

Er gehe in Insolvenz, so die "OÖN". Aktuell werde der Antrag vorbereitet.

Eine Wiedereröffnung sei "aus derzeitiger Sicht finanziell nicht möglich", so Jurist Stefan Kovacsevich.

Keine Nachfolger gefunden

2022 verstarb der Gründer und Haupteigentümer des Agrariums, Erich Preymann, seitdem verwaltet Kovacsevich als Verlassenschaftskurator die Unternehmensteile. Im Vorjahr wurde der Park noch einmal eröffnet, doch heuer gebe es nicht genügend finanzielle Mittel. Zudem seien die Pachtverträge wegen Zahlungsausfalls schon aufgekündigt worden. 

Ein Problem sei ebenfalls, dass keine Nachfolger gefunden werden, die testamentarisch eingesetzten Personen treten ihr Erbe nicht an. 

"Ich hätte mir selbst sehnlichst eine Weiterführung gewünscht, ich habe das Agrarium seit der Gründung juristisch begleitet. Aber zeitlich habe ich bei der Insolvenz keine großen Spielräume", so Kovacsevich gegenüber der "OÖN".

Video: Die Zahl der Insolvenzen steigt

Dinosaurier zu verkaufen?

Wie es mit dem Agrarium nun weitergeht, ist unklar. Ob jemand den Dinopark übernehme und neue Pachtverträge abschließe oder ob das Inventar - damit also auch die lebensgroßen Dinosaurier-Modelle - verkauft werden, um die Schulden zu begleichen, sei ungewiss. 

Eröffnet wurde der Dinopark vom ehemaligen Volleyball-Profi Peymann bereits 1993. In der Gemeinde Steinerkirchen würde man sich freuen, das Ausflugsziel zu erhalten, betonte Bürgermeister Thomas Steinerberger (ÖVP) jedenfalls gegenüber der Welser Zeitung.

ribbon Zusammenfassung
  • Der Dinopark Agrarium im oberösterreichischen Steinerkirchen reiht sich in die Pleiten der vergangenen Wochen ein.
  • Das beliebte Ausflugsziel steht kurz davor, einen Insolvenzantrag zu stellen, berichten die "Oberösterreichischen Nachrichten" (OÖN).
  • Eine Wiedereröffnung sei "aus derzeitiger Sicht finanziell nicht möglich", so Jurist Stefan Kovacsevich.

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