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Ski alpin: Cochran-Siegle im Kitz-Abfahrtstraining knapp vor Kilde

17. Jan. 2023 · Lesedauer 3 min

Ryan Cochran-Siegle hat im ersten Training für die beiden Abfahrten auf der Kitzbüheler Streif die Bestzeit erzielt.

Der US-Amerikaner ließ am Dienstag Abfahrts-Seriensieger Aleksander Aamodt Kilde aus Norwegen 0,12 Sekunden hinter sich, Dritter war der für Deutschland startende Tiroler Romed Baumann (+0,15). Mitfavoriten wie Vincent Kriechmayr, der Schweizer Beat Feuz oder der Franzose Johan Clarey deckten ihre Karten noch nicht auf.

Babinsky bester Österreicher

Der Gesamtweltcup-Führende Marco Odermatt (+0,22) wurde Vierter, bester Österreicher war der Steirer Stefan Babinsky (+1,24) auf dem zehnten Platz. Etwas weiter zurück folgten Daniel Hemetsberger (14./+1,67) und Otmar Striedinger (17./+1,94). Julian Schütter (33./+2,78) und Felix Hacker (35./+2,85) waren knapp außerhalb der Top 30. Kriechmayr kam mit exakt drei Sekunden Rückstand auf Rang 40. Feuz, der in Kitzbühel seine letzten zwei Rennen bestreitet, bevor er sich in den Sportler-Ruhestand verabschiedet, war 32. Auf den 45. Platz fuhr Clarey.

"Irgendwie fühle ich mich da ganz wohl", sagte Babinsky, der als Super-G-Siebenter im vergangenen Jahr sein bisher bestes Weltcup-Resultat geschafft hatte. Etwas Ähnliches würde ihm auch heuer vorschweben. "Ich möchte alles reinhauen, dass ich meine Leistungen im Rennen umsetzen kann." Durch die Bank lobten die Fahrer die Präparierung der berühmten Strecke. "Die Piste ist hervorragend", sagte Kriechmayr. Hemetsberger fand es "sensationell, dass man in den Zeiten, wo es so warm war, so eine Piste herbringt". Für Kilde sei die Streif "eine der besten in Kitzbühel, die ich je gefahren bin".

Probleme mit Traverse

Die Querfahrt überraschte einige Athleten, sie ließen sich weit nach unten tragen und verpassten ein Tor. "Das unten ist speziell, aber auch kein Thema. Wir haben es ein bisschen falsch eingeschätzt wie viele. Ich bin den Spuren ein bisschen übermotiviert gefolgt", erklärte Kriechmayr. "Unten in der Traverse ist dieser Hügel ein bisschen größer. Wenn du ein bisschen die falsche Richtung hast, schaffst du es nicht. Da muss man ein bisschen anders fahren, nicht so wie früher." Für das Rennen werde das aber kein Problem sein.

Nicht dabei war Marco Schwarz, der in Wengen bei seinem Weltcup-Debüt in dieser Disziplin sensationell auf den sechsten Platz gefahren war. Der Kärntner konzentriert sich auf den Slalom am Sonntag auf dem Ganslern und die beiden Technikrennen am Dienstag und Mittwoch in Schladming. Christopher Neumayer, der auf der Startliste stand, verzichtete wegen Knieproblemen kurzfristig auf ein Antreten.

Das zweite Training ist für Donnerstag geplant. Aufgrund der dynamischen Wettersituation könnte aber auch am Mittwoch gefahren werden.

Quelle: Agenturen / Redaktion / tgo