ÖTTV-Präsident Gotschke will zurücktreten - "Kurier"
"Wir sollten den Weg frei machen für etwas Neues. Eigentlich wollten wir eine geordnete Übergabe und eine gemeinsame Lösung mit Neuwahlen. Die Situation hat sich jedoch zugespitzt, auch durch medialen Druck und persönliche Angriffe. Ich für meinen Teil habe beschlossen, in der Sitzung der Präsidentenkonferenz zurückzutreten. Diese Entscheidung ist endgültig", wurde Gotschke zitiert.
Gotschke kommt damit auch einer Forderung im zerstrittenen ÖTTV nach, so hatten u.a. fünf Landesverbände und die Spielervertreter Daniel Habesohn und Sofia Polcanova den Rücktritt der Verbandsspitze gefordert. Gemeint war damit auch Vizepräsident Conrad Miller. Wie dieser zu der Sachlage steht, ist noch offen. Bekrittelt wurde der Umgang mit der Aufklärung der Missbrauchsvorwürfe gegen einen Nachwuchstrainer, der im Verein des Vizepräsidenten angestellt war.
Der ÖTTV, so Gotschke, habe kein Durchgriffsrecht auf Vereine. "Ich habe ihn gebeten, den Trainer aus dem Betrieb zu nehmen - aber ich bin damit nicht durchgekommen", erklärte Gotschke.
Zusammenfassung
- ÖTTV-Präsident Wolfgang Gotschke hat angekündigt, am Samstag in der Sitzung der Präsidentenkonferenz zurückzutreten, nachdem im Verband Missbrauchsvorwürfe gegen einen ehemaligen Jugendtrainer bekannt wurden.
- Fünf Landesverbände sowie die Spielervertreter Daniel Habesohn und Sofia Polcanova hatten zuvor gemeinsam den Rücktritt der gesamten Verbandsspitze, einschließlich Vizepräsident Conrad Miller, gefordert.
- Gotschke erklärte, der ÖTTV habe kein Durchgriffsrecht auf Vereine und seine Bitte, den beschuldigten Trainer aus dem Betrieb zu nehmen, sei nicht umgesetzt worden.
