NFL: Bucs-Comeback bleibt unbelohnt, Rams vor Super Bowl-Teilnahme

23. Jan. 2022 · Lesedauer 5 min

Tom Brady und die Tampa Bay Buccaneers werden ihren Super Bowl Titel nicht verteidigen: Die Bucs streichen in der Divisional Round der NFL nach einer 27:30-Niederlage gegen die Los Angeles Rams die Segel. Die Kalifornier treffen im Conference Championship Game auf die San Francisco 49ers.

Die Buccaneers, die Anfang des dritten Viertels bereits mit 3:27 zurück liegen, setzen zu einem unglaublichen Comeback an und gleichen eine Minute vor Schluss zum 27:27 aus. Ein 44-Yard-Pass von Rams-Quarterback Matthew Stafford auf Receiver Cooper Kupp ebnet Matt Gay den Weg für ein 30-Yard-Field Goal, das der Kicker mit auslaufender Uhr versenkt. 

Stafford glänzt mit 366 Passing Yards und bringt 28 von 38 Pässen an. Tom Brady muss den Traum von seiner achten Super Bowl trotz eines überragenden Schlussviertels begraben. Um den NFC-Titel rittern nun kommende Woche die Los Angeles Rams und die San Francisco 49ers. 

Rams dominieren zu Beginn 

Die Los Angeles Rams geben im Raymond James Stadium zu Beginn klar den Ton an. Nachdem der erste Drive der Bucs mit einem frühen Punt endet, glänzt Quarterback Matthew Stafford in seiner ersten Angriffsserie mit langen Pässen auf die Star-Receiver Cooper Kupp und Odell Beckham Jr. bzw. Tight End Tyler Higbee. Die Rams gehen durch ein Field Goal von Matt Gay aus 26 Yards mit 3:0 in Führung.

Und Los Angeles legt nach: Begünstigt durch eine 15-Yard-Strafe gegen die Bucs-Defensive erhöhen Stafford und Co. mit dem ersten Touchdown des Spiels auf 10:0. Kendall Balton fängt den Pass in der Endzone, Gay verwertet den Extrapunkt. Tampa Bay verkürzt durch ein 45-Yard-Field Goal von Ryan Succop kurzeitig, doch dann schlägt die Stafford/Kopp-Connection einmal mehr zu: Der Quarterback findet den statistisch gesehen besten Receiver der Liga, der sich heuer die begehrte "Triple Crown" sicherte, für einen 70-Yard-Touchdown – eines der Highlights des Spiels.

Brady und Co. tun sich schwer

Die Power-Offensive der Buccaneers wird von der Defensive der Rams in Halbzeit eins entzaubert. Die Bilanz der ersten vier Drives: drei Punts, ein Field Goal, 75 Yards.

Und auch im zweiten Viertel wird es eher schlechter als besser. Ryan Succop verfehlt ein Field Goal aus 48 Yards und Tom Brady, der vor der Pause ein Spiel zum Vergessen erlebt, wirft seine erste Interception. Los Angeles scort durch Kicker Matt Gay (40-Yard-Field Goal) ein weiteres Mal und geht mit einer komfortablen 20:3-Führung in die Kabine.

In Halbzeit zwei ändert sich zunächst wenig am Spielgeschehen: Der amtierende Super Bowl Champion, Tampa, agiert offensiv zahnlos und findet defensiv kein Mittel gegen starke Rams. Matthew Stafford sorgt per Quarterback Sneak selbst für den nächsten Touchdown, Gay erhöht durch den Extrapunkt auf 27:3.

Monster-Comeback der Bucs bleibt unbelohnt

Doch dann setzen die Buccaneers noch einmal zum Comeback an. Succop verwertet einen Field-Goal-Versuch aus 31 Yards diesmal sicher, wenig später erzwingt Cornerback Jamel Dean ein Fumble gegen Cooper Kupp. Die Hausherren nützen die gute Feldposition und erzielen kurz vor Ende des dritten Viertels ihren ersten Touchdown. Running Back Leonard Fournette, der sein Comeback nach Verletzungspause gibt, läuft für einen Yard in die Endzone.

Das Schlussviertel startet ereignisreich: Zunächst erzwingt Rams-Linebacker Von Miller ein Fumble von Tom Brady, doch Rams-Center Brian Allen schenkt den Ball mit einem völlig verunglückten Snap sofort wieder her. Tom Brady zeigt im Schlussviertel wieder einmal seine Klasse und bedient Mike Evans für einen 55-Yard-Touchdown.

Die Bucs verkürzen knapp drei Minuten vor Schluss auf 20:27. Und auch die Defensive packt zum richtigen Zeitpunkt ein "big play" aus. Ndamukong Suh tackelt Rams-Running Back Cam Akers, der den Ball fumbelt.

Big Play von Stafford/Kupp besiegelt Brady-Aus

Kurzzeitig sieht es tatsächlich so aus, als ob die Bucs die Overtime erzwingen würden: Leonard Fournette erzielt seinen zweiten Touchdown im Spiel und Tampa stellt eine Minute vor Schluss auf 27:27. Doch das letzte Wort haben erneut Matthew Stafford und Cooper Kupp. Der Quarterback bedient seinen Receiver mit einem 44-Yard-Pass. Dieses Play ermöglicht Matt Gay einen Field Goal-Versuch aus 30 Yards, den der Kicker mit auslaufender Uhr locker verwertet.

Rams treffen auf 49ers 

Der Traum von der Super Bowl im heimischen So-Fi Stadium ist für die Los Angeles Rams somit zum Greifen nahe. Stafford und Co. fehlt nur noch ein Sieg. Im Conference Championship Game sind die Rams gegen die San Francisco 49ers jedenfalls der Favorit. Die 49ers haben am Samstag überraschend die Green Bay Packers eliminiert. 

In der AFC stehen die Cincinnati Bengals bereits als Conference Finals-Teilnehmer fest. Die Bengals setzten sich am Samstag mit 19:16 bei den Tennessee Titans durch. Durch die Niederlage der Titans und der Packers schaffte es erstmals seit der Saison 2010/11 kein topgesetzes Team ins Championship Game kommende Woche. Die Bengals treffen kommende Woche auf die Kansas City Chiefs, die sich in einem dramatischen Spiel gegen die Buffalo Bills mit 42:36 nach Overtime durchsetzen. 

Stafford im Interview: "Sind ein widerstandfähiges Team"

Statistiken 

Quarterbacks 

Tom Brady (Bucs):  30 Completions, 54 Attempts, 329 Yards, 1 Touchdowns, 1 Interception, 3 Sacks, 72,2 Rating

Matthew Stafford (Rams): 28 Completions, 38 Attempts, 366 Yards, 2 Touchdowns, 0 Interception, 2 Sacks, 121,2 Rating

Rushing Leaders 

Leonard Fournette (Bucs): 13 Attempts, 51 Yards, 2 Touchdowns, 3,9 Yards per Attempt 

Cam Akers (Rams): 24 Attempts, 48 Yards, 0 Touchdowns, 2,0 Yards per Attempt 

Receiving Leaders 

Mike Evans (Bucs): 8 Receptions, 119 Yards, 1 Touchdown, 16 Targets

Cooper Kupp: 9 Receptions, 183 Yards, 1 Touchdowns, 11 Targets  

Team Stats

Total Yards: 428:359 Rams 

Passing Yards: 355:308 Rams 

Rushing Yards: 73:51 Rams 

Yards per Play: 6,1:5,1 Rams

Fumbles Lost: 1:4 Rams

Interceptions: 0:1 Bucs 

Third Down Conversion: 36:21 Rams 

Time of Possesion: 34:08:25:52 Rams

Penalties: 4:4

Maximilian PatakQuelle: Redaktion